Wie aber steht es um die schwäbische Bierkultur? Aktuell liegt der Regierungsbezirk Schwaben mit nur rund 50 Brauereien auf dem vorletzten Platz der bayerischen Skala. Im Jahr 1846 hatte Bayerisch-Schwaben mit 969 Brauereien hingegen die meisten Brauereien in ganz Bayern. Warum das so war, und wie es zu dem großen Wandel kam, war Anlass genug, dem Bier die Sonderausstellung „Flüssiges Brot – Bier, Brauereien und Wirtshäuser in Schwaben“ zu widmen.
Anhand ausgewählter Exponate wie dem Zunftpokal der Augsburger Brauer, Reklametafeln längst stillgelegter Brauereien sowie historischen Bierkrügen wird an das vergangene Bierbrauwesen in Augsburg, Kaufbeuren, Burgau und Günzburg erinnert. Den Brauprozess, die Lagerung und den Vertrieb veranschaulichen Gerätschaften aus bayerisch-schwäbischen Brauereien. Sie erinnern an eine Zeit, als es noch in fast jeder Ortschaft eine eigene kleine Brauereiwirtschaft gab, in der politische und andere Neuigkeiten ausgetauscht wurden.
Nach dem Ausstellungsbesuch kann man sich im Zisterzienserinnenkloster Oberschönenfeld mit seiner vergangenen jahrhundertealten Brauereitradition und im Klosterstüble sowohl einen visuellen als auch einen kulinarischen Eindruck von der heutigen Bierkultur in Schwaben machen.
Das Begleitprogramm befasst sich mit verschiedenen Seiten des Getränks: Am 16. Mai werden zum Beispiel „Lieder vom Brauen, Trinken und Genießen“ von Musikanten aus der Region vorgetragen, und am 18. Juli fragt Biersommelière Dunja Karabash die Teilnehmer der Bierverkostung „Welches Bier schmeckt wie?“





