Nach einem dreijährigen militärischen Konflikt löste sich Irland 1921 von Großbritannien. Der anschließende Bürgerkrieg zwischen den zerstrittenen Fraktionen der Unabhängigkeitskämpfer wütete jedoch noch blutiger.
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Am 21. Januar 1919 sollten zwei Polizisten der Royal Irish Constabulary (RIC) 80 Kilogramm Plastiksprengstoff aus der Armeekaserne von Tipperary zum nahegelegenen Steinbruch von Soloheadbeg bringen. Unterwegs gerieten sie in einen Hinterhalt: Acht bewaffnete Männer stellten sich ihnen in den Weg. Als einer der Polizisten zu seinem Gewehr griff, eröffneten die Angreifer das Feuer. Beide Polizisten starben, der Sprengstoff wurde erbeutet. Schnell war klar, dass es sich bei den Angreifern um Mitglieder der Irish Volunteers handeln musste, einer Art Freischärler-Korps, das auch unter der Bezeichnung Irish Republican Army (IRA) bekannt war.
Die Kommandeure der Irish Volunteers hatten den Überfall nicht befohlen. Dennoch machten sie sich die Tat zu eigen, indem sie betonten, dass mit dem erstmaligen Zusammentreten der von London unabhängigen Volksversammlung (Dáil Éireann) – just am Tag des Überfalls – britische Soldaten nun als Feinde betrachtet würden. So markierte die in der Rückschau zufällige Gleichzeitigkeit dieser beiden Ereignisse den Beginn des irischen Unabhängigkeitskriegs.
Die Frage des Umgangs mit der „Kolonie“ Irland ist seit Jahrzehnten virulent
Wie kam es zur Eskalation der Gewalt? Welche Akteure und Gruppierungen hatten Anteil daran? Und welche Folgen hatte der Krieg? Um diese Fragen beantworten zu können, muss man zunächst einen Blick auf die Vorgeschichte des Konflikts werfen.
Irland war seit 1536 faktisch die erste englische Eroberungs- und Siedlungskolonie, was bei der indigenen gälischen Bevölkerung auf Widerstand stieß. Dieser wurde durch den Konfessionskonflikt des 16. und 17. Jahrhunderts – Irland blieb mehrheitlich katholisch – zusätzlich angeheizt.
Nach den Revolutionen in Amerika und Frankreich sahen sich radikale Iren in dem Vorhaben bestärkt, die britische Herrschaft gewaltsam zu beseitigen. 1798 kam es zu einer Rebellion (mit mehr als 10 000 Toten) – und in deren Windschatten zu einem französischen Invasionsversuch.
Beides wurde von britischen Truppen rasch niedergeschlagen und abgewehrt. Doch zur Verhütung weiterer Bedrohungen dieser Art sollte Irland mit Großbritannien vereinigt und von London aus regiert werden. Mit den „Acts of Union“ entstand am 1. Januar 1801 das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland.
Für die katholischen Iren sollte die Union dadurch akzeptabel gemacht werden, dass sie seit 1829 eigene Abgeordnete ins Parlament wählen durften. Dies nutzte eine neue Generation von Unabhängigkeitsaktivisten, um nun als Abgeordnete in London die Rücknahme (repeal) der Unionsgesetze zu erwirken.
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Die Hungerkatastrophen, die Irland zwischen 1845 und 1849 heimsuchten, gaben dort den antienglischen Ressentiments enormen Auftrieb, hatte London doch weitgehend passiv auf die Notlagen reagiert. Der Great Irish Famine führte zur massenhaften Emigration vor allem in die Vereinigten Staaten. Die Auswanderer nahmen jedoch weiter regen Anteil an den Geschehnissen in der alten Heimat; die irischen Bestrebungen nach mehr Autonomie fanden so auch jenseits des Atlantiks großen Zuspruch.
Auf der Insel erwies sich im Folgenden der Landbesitz als neuer Konfliktherd. Landwirtschaftlich nutzbare Flächen befanden sich fast vollständig in der Hand von rund 10 000 englischen Familien, die das Land zu ungünstigen und teils ausbeuterischen Bedingungen an Iren verpachteten. Um diese und weitere Probleme anzugehen, verlangten irische Reformer wie der Journalist und spätere Gewerkschaftsführer William O’Brien (1852 –1928) oder der Vorsitzende der Irish Parliamentary Party (IPP), Charles Stewart Parnell (1846 –1891), seit den 1870er Jahren die Rückübertragung von Selbstverwaltungskompetenzen. Diese Idee sollte unter dem Begriff Home Rule die Irland-Politik der folgenden Jahrzehnte bestimmen.
Der liberale Premierminister William Gladstone (1809 –1898), der mit Home Rule die irischen Konfliktherde abkühlen wollte, scheiterte jedoch mit entsprechenden Gesetzen sowohl 1886 als auch 1893. Zugleich spalteten sich die irischen Abgeordneten in die „Nationalisten“, die für die Unabhängigkeit eintraten, und die „Unionisten“, die genau das verhindern wollten.
Die Unionisten, die ihre Basis vor allem in Ulster (die nördlichste Provinz der Insel) unter den dortigen anglo-schottischen Protestanten hatten, führten dafür auch ökonomische Argumente an. Die Einheit sei ein wichtiger Faktor für den industriellen Aufschwung, der sich um 1900 gerade in Belfast zeigte, etwa an den Werften. Bekanntlich wurde die „Titanic“ dort von Harland & Wolff gebaut. Der Puls der irischen Wirtschaft schlug in Ulster.
Eine mögliche Entwicklung hin zu einem selbstregierten katholischen Agrarstaat war für die Unionisten daher ein Schreckensszenario. Für die Nationalisten verband sich mit der Unabhängigkeit dagegen die Hoffnung auf die Erlösung aus einem aus ihrer Sicht immer unerträglicheren Dasein als Menschen zweiter Klasse.
Der IPP gelang es, das Home-Rule-Gesetz 1910 erneut auf die politische Agenda zu bringen. Weil sich diesmal dafür eine Mehrheit abzeichnete, radikalisierten sich die Unionisten; es kam in Ulster zur Gründung von Milizen, die sich 1913 in der Ulster Volunteer Force vereinigten. Diese Milizionäre leisteten den Eid, eine Implementierung von Home Rule in Ulster auf jeden Fall zu verhindern – auch mit Gewalt.
Die Antwort der Nationalisten auf diese Entwicklung ließ nicht lange auf sich warten: Ebenfalls 1913 wurden aus ihren Reihen heraus die Irish Volunteers gegründet. Eine weitere paramilitärische Vereinigung, die Irish Citizen Army, entstand im selben Jahr in Dublin, als die dortige Metropolitan Police (DMP) einen Streik gewaltsam auflöste.
Das Home-Rule-Gesetz wurde im September 1914 zwar verabschiedet, wegen des Kriegsausbruchs mit Einverständnis der irischen Nationalisten aber zunächst nicht in Kraft gesetzt. Sie rechneten sich zudem bessere Chancen bei der Umsetzung aus, wenn sie sich von der britischen Armee rekrutieren ließen. Allerdings ging man davon aus, dass der Krieg gegen die Mittelmächte in kürzester Zeit gewonnen sein würde.
Der „Osteraufstand“ von 1916 wird niedergeschlagen
Eine Minderheit der Irish Volunteers wollte aber auf keinen Fall unter britischer Flagge kämpfen. Als der Krieg andauerte, besetzten sie am Ostermontag 1916 verschiedene öffentliche Gebäude in Dublin und riefen eine irische Republik aus.
Der „Osteraufstand“ konnte binnen einer Woche von Armee und Polizei niedergeschlagen werden. Er kostete 485 Menschen das Leben. Mit der Revolte selbst war nichts erreicht worden, die britische Reaktion darauf spitzte die Lage aber dramatisch zu: Da sie mitten im Krieg losgeschlagen hatten, wurden die Aufständischen als Hochverräter betrachtet. Fast 3500 Männer und 80 Frauen kamen in Haft. 90 Männer verurteilten die Briten als „Rädelsführer“ zum Tod, 15 von ihnen wurden im Kilmainham-Gefängnis in Dublin erschossen.
Nicht nur die Hinrichtung der Rebellenführer, die sofort als Märtyrer für die nationale Sache verehrt wurden, empörte einen großen Teil der Iren außerhalb von Ulster. Die Briten wurden zudem für Massaker unter Zivilisten verantwortlich gemacht. Die öffentliche Meinung drehte sich nun völlig gegen London.
Der Rebell Éamon de Valera (1882 –1975) war dem Todesurteil entgangen, weil er – in New York als Kind kubanisch-irischer Eltern geboren – amerikanischer Staatsbürger war. Als er 1917 amnestiert wurde, reiste er in sein Geburtsland, wo er eine breite finanzielle sowie ideelle Unterstützung für die Bewegung mobilisierte. Im selben Jahr wurde de Valera auch Vorsitzender jener Partei, die die Phase zwischen Osteraufstand und Unabhängigkeitskrieg maßgeblich prägen sollte: Sinn Féin.
1905 gegründet, war Sinn Féin (übersetzt aus dem Gälischen: „wir selbst“) ein Sammelbecken für Anhänger sehr unterschiedlicher Vorstellungen von einem irischen Staat, auch als Teil des Vereinigten Königreichs. 1918 trat die Partei aber als revolutionäre Kraft in Erscheinung. Als Quittung für den als skandalös erachteten Versuch Londons, die Einführung der Home Rule mit einer Masseneinberufung irischer Rekruten zum Einsatz gegen die deutsche Frühjahrsoffensive zu verbinden, erhielt Sinn Féin bei den Unterhauswahlen 70 Prozent der irischen Stimmen.
Die Abgeordneten der Partei weigerten sich jedoch, ihre Sitze in Westminster anzunehmen, und beriefen stattdessen mit dem Dáil Éireann ein eigenes Parlament ein, das – wie eingangs erwähnt – am 21. Januar 1919 in Dublin zum ersten Mal zusammentrat. Dabei wurde die Unabhängigkeit ausgerufen und eine Regierung (Aireacht) eingesetzt. Die Irish Volunteers wurden vom Dáil offiziell als Irish Republican Army (IRA) in Dienst genommen. Finanzielle Unterstützung für diese neue „Armee“ kam auch aus den USA.
Allerdings zögerten die Revolutionäre, ihre Milizen gegen die Briten in den Krieg zu schicken, zumal unklar war, was das konkret heißen sollte. Rund 50 000 britische Soldaten waren in zwei Divisionen in Irland stationiert, dazu kam die Polizei in Gestalt von RIC und DMP mit rund 17 000 Mann. Die IRA konnte lediglich auf 15 000 Kämpfer zählen, die allerdings keine militärische Ausbildung durchlaufen hatten.
Offene Schlachten oder Guerillataktik?
Trotzdem hätte es de Valera gern gesehen, wenn sich britische und irisch-republikanische Armee in regulären Kampfeinsetzen und offenen Schlachten begegnet wären. Die Weltöffentlichkeit hätte dann, so sein Kalkül, den Eindruck gewonnen, dass sich hier die Soldaten zweier souveräner Staaten gegenüberstehen.
Davon wollte der IRA-Führer Michael Collins nichts wissen. 1890 in Cork geboren, hatte Collins zunächst in London als Bankgehilfe gearbeitet. Dort schloss er sich der Unabhängigkeitsbewegung an und kehrte 1916 nach Irland zurück. Er kämpfte beim Osteraufstand und übernahm nach dessen Niederschlagung die Rolle des operativen Anführers der republikanischen Freischärler und später der IRA.
Seine Erfahrungen von 1916 hatten ihn zu der Überzeugung gebracht, dass der Kampf gegen die Briten nur auf der Grundlage von Guerillataktiken gewonnen werden konnte. Der Soloheadbeg-Hinterhalt war das erste Beispiel für eine derartige asymmetrische Kriegführung, wobei weder der Dáil noch de Valera zu diesem Zeitpunkt den Krieg förmlich erklären wollten.
Das hielt die verdeckt und nicht-uniformiert agierenden Freischärler aber nicht davon ab, nun gezielt Militär- und Verwaltungseinrichtungen zu überfallen und auch britische Beamte zu töten. Vor allem aber war die Royal Irish Constabulary das Ziel, deren Außenposten systematisch gestürmt, ausgeraubt und niedergebrannt wurden – bis April 1920 gab es Angriffe auf insgesamt 400 Kasernen.
Eine andere, von Collins aufgebaute und hochmobile Einheit – the Squad – bekämpfte derweil die Dubliner Kriminalpolizei, ihre politische Abteilung sowie deren Spitzel. Flankiert wurden diese Guerillataktiken durch die breite Unterstützung seitens der Bevölkerung, die die Kämpfer versteckte und versorgte. Dazu kamen Streiks und die Verweigerung von Geschworenen-Diensten, was die britische Verwaltung allmählich lähmte.
Brutale britische Militäreinheiten lassen die Stimmung kippen
Die Londoner Regierung hatte anfangs versucht, diesen Guerillakrieg propagandistisch gegen die irischen Nationalisten zu nutzen. Das gelang allerdings nicht mehr, als sie 1920 zur Unterstützung von Armee und Polizei zwei Hilfseinheiten nach Irland entsandte, die mit äußerster Brutalität auch gegen Zivilisten vorgingen und selbst vor Massakern nicht zurückschreckten. Mit der Ankunft von rund 7000 Blacks and Tans (der Begriff spielte auf ihre schwarz-braunen Uniformen an) im März und 2000 sogenannten auxiliaries im Juli 1920 begann die blutigste Phase des Krieges.
Beide Einheiten setzten sich aus Weltkriegsveteranen zusammen, die für ihre Disziplinlosigkeit berüchtigt waren. Damit wurden nun auch auf Seiten der Briten irreguläre Handlungen üblich, die ihrem Ansehen extrem schadeten. Ein Beispiel dafür war der Bloody Sunday („Blutsonntag“) vom 21. November, als zur Vergeltung für einen tödlichen Angriff der IRA auf eine RIC-Station bei einem Fußballspiel 14 Zivilisten erschossen wurden.
In den darauffolgenden acht Monaten bis zum Waffenstillstand im Juli 1921 starben rund 1000 Menschen, etwa 70 Prozent aller Opfer dieses Krieges. Insgesamt forderte der Konflikt etwa 1400 Tote, mindestens 624 auf Seiten von Armee und Polizei, 550 auf Seiten der IRA und rund 200 Zivilisten.
Weil der Rückhalt in Großbritannien immer mehr schwand, wuchs in London die Bereitschaft, sich auf einen Waffenstillstand einzulassen. Für die IRA-Führung unter Collins war wiederum klar, dass sich ihre Ressourcen erschöpft hatten. Doch es gab auch den Vorschlag, den Krieg nach England zu tragen. Als dann aber König Georg V. am 22. Juni 1921 in Belfast zur Versöhnung aufrief, nahm Sinn Féin die ausgestreckte Hand an. Am 11. Juli trat der Waffenstillstand in Kraft, auch wenn sich nicht alle Freischärler daran hielten.
Der Norden der Insel wird politisch abgespalten
Die Insel war zu diesem Zeitpunkt bereits geteilt. Als London 1920 den Iren die Einführung von Home Rule anbot – als letzten Versuch, die Einheit des Königreichs zu retten –, stimmte nur die Provinz Ulster dem zu und wurde im Mai 1921 zu „Nordirland“. Sofort kam es dort zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der katholischen Minderheit, rund 500 Menschen starben, mehr als 10 000 Katholiken wurden vertrieben.
Der Süden forderte hingegen nach dem Waffenstillstand nicht nur die Selbstverwaltung, sondern auch den Austritt aus dem Vereinigten Königreich, was im anglo-irischen Friedensvertrag vom 6. Dezember 1921 besiegelt wurde. Am folgenden Tag erklärte das nordirische Parlament, dass der Vertrag nicht für Ulster gelten würde. So blieb die Provinz im Vereinigten Königreich.
Auch der 1921 konstituierte Freistaat Irland blieb dem britischen Empire insofern verbunden, als er Mitglied des Commonwealth of Nations sein sollte – diese Staatengemeinschaft wurde formal allerdings erst 1926 bzw. 1931 gegründet.
Durch den Verzicht auf eine „echte“ Republik kam es zur Spaltung der Nationalisten: Michael Collins, der den Vertrag mit ausgehandelt hatte, stand dabei auf der einen Seite, Éamon de Valera, der darin Verrat an der irischen Sache sah, auf der anderen.
Im Dezember 1921 sagte Collins, als einer der Unterzeichner empfehle er die Zustimmung zum Vertrag: „Meiner Meinung nach gibt er uns Freiheit, nicht die ultimative Freiheit, nach der alle Nationen streben …, doch die Freiheit, diese erreichen zu können.“ Valera konnte dem nicht zustimmen: „Ich bin gegen diesen Vertrag, nicht weil ich ein Befürworter des Kriegs bin, sondern gerade weil ich ein Befürworter des Friedens bin.“ Er war überzeugt, der Vertrag „wird den bereits Jahrhunderte währenden Konflikt zwischen … Großbritannien und Irland nicht beenden“.
Collins schien die internen Gegner direkt anzusprechen, als er im Sommer 1921 sagte: „Wir verfügen jetzt über eine eigene Regierung, die verfassungsgemäß gewählt wurde, und es ist die Pflicht jedes irischen Mannes und jeder Frau, dieser zu gehorchen. Jeder, der dies nicht tut, ist ein Feind des Volkes und muss damit rechnen, auch so behandelt zu werden.“
Knapp ein Jahr nach dem Waffenstillstand eskalierte die Gewalt Ende Juni 1922 erneut, nunmehr aber unter den ehemaligen Kameraden im Süden. Am 22. August 1922 wurde Collins von IRA-Leuten aus dem Hinterhalt erschossen. Er fiel also jenen Guerillataktiken zum Opfer, die er zuvor selbst propagiert hatte.
Am Ende setzten sich aber die Freistaatler, von London militärisch unterstützt, gegen Republikaner und IRA durch. Am 24. Mai 1923 legte die IRA ihre Waffen nieder. Rund 4000 Menschen hatten durch den Bürgerkrieg ihr Leben verloren, weitaus mehr als im Unabhängigkeitskrieg.
Den Anfängen von Nordirland und Freistaat wohnte also kaum ein Zauber inne: In Ulster kam es zur systematischen Diskriminierung von Katholiken, die 1969 in den The Troubles genannten langwierigen Konflikt mündete (siehe DAMALS 8-2014). Der Süden, seit 1949 eine Republik außerhalb des Commonwealth, entwickelte sich tatsächlich zu einem rückwärtsgewandten, wirtschaftlich schwachen Agrarstaat.
Als Präsident und Premierminister prägte Éamon de Valera die irische Politik bis in die 1970er Jahre. Auf seinen politischen Gegner innerhalb der Unabhängigkeitsbewegung schaute er 1966 fast schon wehmütig zurück: „Ich bin absolut überzeugt, … in der Geschichtsschreibung wird Michael Collins’ Größe gewürdigt werden, und dies wird auf Kosten meiner Größe geschehen.“
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