Im Zentrum stehen die sogenannten Gastarbeiterküchen, besonders die italienische, die jugoslawische, griechische und türkische. Viele ausländische Arbeitnehmer, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach Deutschland kamen, eröffneten eigene Gaststätten, vor allem in den Großstädten, wo bereits 1980 jedes vierte Restaurant von Nicht-Deutschen geführt wurde. Das prominenteste Beispiel ist die Pizzeria, die vom deutschen Massentourismus nach Italien profitierte. Im italienischen Restaurant wollte (und will) der Gast nicht allein die neuen und preiswerten Speisen, sondern auch das exotische Ambiente wiederfinden: Fischernetz, Chianti-Flasche und Italien-Fotos, aber auch die für landestypisch gehaltene Herzlichkeit des Personals sollten für einige Stunden in den Urlaub zurückversetzen.
Rezension: Anna Joisten





