Vor dem Hintergrund der großen Landesausstellung „Musik in Baden-Württemberg – Vom Minnesang zur Popakademie“ in Karlsruhe wird das Landesmuseum Württemberg in seiner Musikinstrumenten-Sammlung ab April nächsten Jahres die Ausstellung „Freud und Leid in Dur und Moll – Musikkultur in Baden-Württemberg“ zeigen. Dem Besucher soll hierbei ein Einblick in die reichhaltige Musikgeschichte des Landes dargeboten werden. Die vielen bedeutenden Komponisten der Region werden mit ihren Werken vorgestellt. Hörbeispiele sollen den Blick der Besucher insbesondere auf die von der Musik ausgedrückten Emotionen lenken. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob der von den Komponisten erwünschte Ausdruck der alten Musik heute immer noch erkannt und wahrgenommen wird. Der Besucher kann an sich selbst ausprobieren, ob für heutige Ohren die schwäbische Barockmusik noch immer gottesfürchtig klingt oder ob die Liebessarie aus dem 19. Jahrhundert als solche heute überhaupt noch erkannt wird. Auch aus der Perspektive der modernen Hirnforschung werden solche Fragen in der Ausstellung erörtert. Neben den Klangbeispielen sollen auch bedeutende musikalische Objekte und Dokumente ausgestellt werden. Beispielsweise wird die Weingärtner Liederhandschrift aus dem frühen 14. Jahrhundert gezeigt. Im Zusammenhang mit der Schau veranstaltet das Museum auch interaktive Programme für Kinder zwischen 4–12 Jahren, bei denen behutsam und spielerisch an das Thema Musik herangeführt wird.
Die große Landesausstellung sucht noch bis zum 30.9.2009 Kooperationspartner. Dafür kommen musikalische Veranstaltungen in Baden-Württemberg in Frage, die innerhalb des Ausstellungszeitraums stattfinden. Diese Veranstaltungen können Symposien, Konzerte, Vorträge oder Workshops zu unterschiedlichsten Musikbereichen sein. Die Partner der „Musikkultur in Baden-Württemberg“ werden als Kooperations-Event der Landesausstellung beworben.





