Nun hätte Friedrich gar nicht Kreuzfahrer werden dürfen, doch davon unbeeindruckt brach er 1228 ins Heilige Land auf und erreichte im September dieses Jahres die Hafenstadt Akkon. Der Kaiser setzte weniger auf eine militärische Entscheidung, sondern trat umgehend in Gespräche mit Sultan al-Kamil ein. Diesem kam die Verhandlungsbereitschaft des Staufers sehr zupass. Er war in innenpolitischen Konflikten gebunden und wollte eine militärische Auseinandersetzung mit den Christen vermeiden. Noch 1218 war sein Angebot zu Verhandlungen von den Kreuzfahrern abgelehnt worden, doch bei Friedrich II., mit dem er schon länger in Kontakt stand, fand er ein offenes Ohr. Am 18. Februar 1229 schlossen beide Verhandlungspartner den Frieden von Jaffa. Sultan al-Kamil überließ den Christen für die Dauer von zehn Jahren die Städte Bethlehem und Nazareth. Auch Jerusalem wurde an die Christen zurückgegeben, mit Ausnahme des Tempelbergs – ein großer Erfolg für Friedrich II.





