Eine Ausstellung über Ausstellungen ist noch bis zum 23. November 2025 im Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin zu sehen. In Zusammenarbeit mit dem Dokumentationszentrum Zweiter Weltkrieg und deutsche Besatzung in Europa zeigt das DHM die Schau „Gewalt ausstellen: Erste Ausstellungen zur NS-Besatzung in Europa, 1945–1948“. Schon kurz nach Kriegsende begann in vielen Ländern Europas die öffentliche Auseinandersetzung mit der Zeit der deutschen Besatzung. Die Kriegstrümmer waren noch nicht beseitigt, die Schrecken des Krieges noch frisch im Gedächtnis, die zukünftige politische und gesellschaftliche Ordnung vielerorts noch nicht geklärt, als in Städten wie London, Warschau und Paris bereits Ausstellungen organisiert wurden. Sie sollten die nationalsozialistischen Verbrechen dokumentieren. Dabei zeigten sich in den verschiedenen Ländern zum Teil sehr unterschiedliche Formen von Darstellung, Erinnern, Verarbeiten der Vergangenheit und Hoffen auf die Zukunft. Und doch boten alle Schauen auch das Gleiche, nämlich Zeugnisse des unfassbaren Schreckens und der unbarmherzigen Gewalt, die das nationalsozialistische Deutschland in ganz Europa verbreitet hatte.





