Zu einer der seltensten Fundgruppe gehören Brunnenanlagen aus der Jungsteinzeit – einer Epoche vor etwa 7 000 Jahren, als die Menschen dieser Region sesshaft wurden. Nur 18 dieser raren Befunde gibt es europaweit; sechs davon wurden in Sachsen ausgegraben und mit modernsten Methoden erforscht, davon fünf im Leipziger Umland. Sogar organische Materialien in großer Zahl haben sich in den tiefen Schächten unter Luftabschluss erhalten. Kannte man früher nur Steingeräte und Keramikfragmente, so liegt nun eine ganze Palette von Alltagsgegenständen aus Holz, Knochen, Bast und Rinde vor uns, die vom Geschick und Einfallsreichtum unserer Vorfahren erzählen.
Erstmals werden restaurierte Funde aus den Brunnen-Grabungen rund um Leipzig gezeigt und die spektakulären Rettungsaktionen geschildert, bevor die Bagger kamen.





