Eine staatliche Rundfunkanstalt sei „ein totales Instrument in der Hand des Kanzlers“, so der SPD-Abgeordnete Gustav Heinemann. Der spätere Bundespräsident wandte sich damit gegen die „Deutschland-Fernsehen GmbH“, die nach Plänen Konrad Adenauers ein privatwirtschaftlich finanzierter Fernsehkanal werden sollte. Mit 49 Prozent sollten die Länder, mit 51 Prozent der Bund beteiligt sein – eine erhebliche Vergrößerung des Staatseinflusses auf das Fernsehen.