Leningrad (heute St. Petersburg), die zweitgrößte Stadt der Sowjetunion, wurde am 8. September 1941 von deutschen und finnischen Truppen eingeschlossen. Die Behörden hatten die Stadt nicht systematisch evakuiert, rund 2,5 Millionen Einwohner waren dem Feind ausgeliefert.
Allerdings hatte die Wehrmacht gar nicht vor, die Stadt einzunehmen. Sie sollte mit massiven Luft- und Artillerieangriffen nach und nach zerstört und die Einwohner sollten ganz im Sinn des NS-Vernichtungskrieges dem Hungertod überlassen werden. Zwei Wochen nach Beginn der Belagerung wurde der Wehrmacht abermals eingeschärft: „Der Führer ist entschlossen, die Stadt Petersburg vom Erdboden verschwinden zu lassen. Es besteht nach der Niederwerfung Sowjetrusslands keinerlei Interesse am Fortbestand dieser Großsiedlung.“ Und so terrorisierten Artilleriebeschuss und Luftangriffe die Leningrader. Das allein forderte Zehntausende Tote.





