Als „Sanatorium der Welt“, das mit guter Bergluft, sauberem Wasser und strahlendem Licht ein wahrer Gesundbrunnen der Menschheit ist, so sieht die Schweiz sich gern selbst und wird sie von vielen Erholungsuchenden gesehen. „Zauber Berge“ ist der Titel einer spannenden Ausstellung des Landesmuseums in Zürich, die noch bis zum 15. August zu sehen ist. Die Anspielung auf den großen Roman von Thomas Mann ist offensichtlich, und tatsächlich hielt sich der Schriftsteller gern als Kurgast in dem Alpenland auf. Zahlreiche Facetten des „Gesundheitsparadieses Schweiz“ werden präsentiert: Die Jünger der Lebensreform auf dem Monte Verità bei Ve‧rona, das Bircher Müsli und die Klinik seines Erfinders Max Bircher-Benner auf dem Zürichberg, Molkenkur, Heliotherapie und Alpenkräuter, die Heilkraft der Berge – nicht nur für Heidi –, die Höhenkliniken als „Wallfahrtsorte“ und Kiesers Krafttraining – das sind nur einige der reizvollen Themen dieser Schau. Einen Kontrapunkt setzt ein Blick auf die „Schauderberge“: Hier wird die Schweiz als „Krankheitslandschaft“ thematisiert, als Ort der melancholischen Selbstmörder oder gar der „degenerierten Cretins“. Der höchst informative Katalog ist im Verlag Hier und Jetzt, Zürich, erschienen.





