Brigitte Penkert war eine der vielen Frauen der 1930er und 1940er Jahre, die sich mit dem Frauenbild des NS-Systems identifizierten. Als freiwillige Krankenschwester suchte sie ihre persönliche Erfüllung: In der grenzenlosen Hingabe an die Pflege verwundeter deutscher Soldaten an der Ostfront, „ihrer Jungs“, konnte sie ihre Vorstellung von Gleichwertigkeit im Rahmen der NS-Ideologie verwirklichen.
Die 1911 als Brigitte Bosse Geborene stammte aus einem großbürgerlichem Aufsteigerhaushalt. Vorbild war ihr Vater, Absolvent der Freiberger Bergbau-Akademie und der TU Berlin; ihn prägten bürgerliche Tugenden wie Ordnungsliebe, Patriotismus und Gemeinsinn. Nach einigen Jahren in Berlin lebte die Familie wegen der beruflichen Aufgaben des Vaters in Kattowitz und nach dem Ersten Weltkrieg und der Teilung Oberschlesiens in Gleiwitz.





