Eigentlich wollte Hitler keinen Krieg gegen Griechenland führen, denn er plante bereits seinen Feldzug gegen die Sowjetunion. Doch der nicht abgesprochene Angriff Italiens auf das griechische Königreich im Oktober 1940 endete für den „Duce“ Benito Mussolini mit einem Desaster, so dass sich Deutschland im April 1941 genötigt sah, im Sinne des Partners der „Achse Berlin–Rom“ auf dem Balkan und in Griechenland einzugreifen.
Die Weisung: Verteidigung der Südflanke gegen den eigentlichen Kriegsgegner, die Engländer, und Sicherung der rumänischen und bulgarischen Ölfelder für die deutsche Wehrmacht. Am 23. April 1941 streckte Griechenland die Waffen, und das Land wurde in eine deutsche, eine italienische und eine bulgarische Zone aufgeteilt. Den Deutschen blieb allerdings kaum Zeit, sich auf die Rolle als Besatzer vorzubereiten. Beim Aufbau ihres Besatzungsregimes entstand daher bis in die obersten Befehlsebenen ein Kompetenzwirrwarr zwischen zivilen, polizeilichen und militärischen Stellen.





