Den Zuschlag in einem internationalen Architektenwettbewerb erhielt das Frankfurter Architekturbüro „schneider+schumacher“. Dessen Plan ist es, eine große Ausstellungshalle unter dem Städelgarten zu errichten. Die architektonische Besonderheit liegt in der natürlichen Beleuchtung des „green building“, die durch kreisförmige Deckenöffnungen vom Garten in die unterirdische und zurückhaltend gestaltete Halle gewährleistet werden soll. Die internationale Jury beschrieb den Anbau als “leuchtendes Juwel am Tag, ein Lichtteppich in der Nacht”. Die Finanzierung wird von Unternehmen, Stiftungen und Mäzenen, aber auch von öffentlichen Einrichtungen und Bürgerspenden getragen.
Den Grundstein für das Kunstinstitut und die älteste deutsche Museumsstiftung legte Johann Friedrich Städel (1728–1816) mit seinem Testament. Er vermachte seine private Sammlung und sein Vermögen der Einrichtung, unter den Bedingungen, die Kunstsammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, zu unterhalten, zu vermehren und zu pflegen sowie die Ausbildung des künstlerischen Nachwuchses zu fördern. Wie im Testament gefordert, wurde die Sammlung stetig erweitert und beherbergt heute etwa 2.700 Gemälde, 600 Skulpturen und über 100.000 Zeichnungen und Druckgraphiken.





