Auf die militärischen Anfangserfolge der aufständischen Griechen im Frühjahr und Sommer 1821 folgten schon sehr bald erste Ansätze zur Staatsbildung in den von ihnen kontrollierten Gebieten. Das zeigte sich in der Erlassung einer Reihe von Lokalverfassungen, die bis Ende des Jahres jeweils auf der Peloponnes, dem östlichen und westlichen Festland sowie auf den Inseln Kreta und Samos ausgearbeitet wurden.
Als Dokumente der Selbstlegitimierung revolutionärer Staatsmacht dienten sie in erster Linie praktischen Zwecken, die vor allem darin bestanden, Rechtsgrundlagen für die Erhebung von Steuern und die Rekrutierung von Soldaten zu liefern. Darüber hinaus waren sie aber auch Entwürfe, in denen die Aufständischen ihre Vorstellungen von einem künftigen Staatswesen konkretisierten.





