Jüngste Grabungen haben nun vor dem Burgwall Teile einer frühmittelalterlichen Hafenanlage zum Vorschein gebracht. Erhalten sind zwei Uferrandbefestigungen, die sich zwischen der Burgwallanlage und der Schwinge befinden; der Fluss reichte ursprünglich bis an diese Stelle heran. Die erste Konstruktion besteht aus 1,5 bis 1,7 Meter langen, senkrecht eingeschlagenen Palisadenhölzern, deren obere Kante durch horizontale Balken gesichert war. Zwischen Wall und Befestigung befindet sich eine 2,5 Meter breite Lauffläche, die auf einem Fundament von Eichenbohlen mit Holzbrettern ausgelegt ist. Diese Bretter waren ursprünglich Teile von Schiffen und wurden sekundär verbaut. Vor dieser Konstruktion be‧findet sich eine weitere, nicht ganz
so massive Uferrandbefestigung von ebenfalls 2,5 Metern Breite. Die Hafenanlage, die bisher auf einer Länge von 22 Metern ausgegraben werden konnte, endet auf der einen Seite in einer Kastenkonstruktion, an der anderen befindet sich ein Balken mit Zapfenlöchern. Die dendrochronologische Untersuchung zeigt, dass der Hafen zwischen 748 und 929 genutzt wurde. Weitere Forschungen sollen nun vor allem den zur Schwedenschanze gehörigen Bestattungsplatz und die Vorburgsiedlung auffinden. www.stadt-stade.info





