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Halt! Sie betreten das Römische Reich
Die befestigte römische Landgrenze zwischen Rhein und Donau wird heute schlicht Limes genannt. Die Anlage muss im 2. und 3. Jahrhundert mit ihren rund 900 Wachttürmen und 120 Kastellen ein spektakuläres Bauwerk gewesen sein.
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Wer heute das UNESCO-Welterbe Obergermanisch-Rätischer Limes sucht, sieht entlang der Strecke außer den modernen Rekonstruktionen wenig bis nichts, denn oberirdisch hat sich von den 550 Kilometer langen Befestigungen, abgesehen von linear verlaufenden Hecken, Waldkanten und Feldwegen, kaum etwas erhalten. Ortsnamen wie Pfahlheim oder Pfahlbronn erinnern an die ehemals vorhandene Palisade.
Nach der Aufgabe des Limes um 260 verschwanden die baulichen Überreste in den folgenden Jahrhunderten aus dem Blick und der kollektiven Erinnerung der Menschen, stattdessen entstanden Sagen und Mythen, wie die Erzählung von der Teufelsmauer: „Der Teufel machte Christus den Vorschlag, dass er ihm einen Teil der Welt überlassen sollte, in dem nur er der Herr sei. Der Herrgott willigte unter der Bedingung ein, dass der Teufel seinen Teil im Laufe eines Tages mit einer Mauer einfassen müsse. Aus Habgier wollte der Teufel zu viel Land und hatte am Ende des Tages gerade die Hälfte der Strecke geschafft. Aus Wut warf er die Mauer [Limes] um, die seitdem Teufelsmauer genannt wird.“
Die „Teufelsmauer“ wird Gegenstand der Forschung
Erst im Kontext von Humanismus, Renaissance und Aufklärung begann seit dem 16. Jahrhundert eine archivalisch-wissenschaftliche Beschäftigung mit den römischen Überresten. Im Jahr 1768 erschien die Arbeit des hohenlohischen Archivars Christian Ernst Hanßelmann (1699 – 1776) „Beweiß, wie weit der Römer Macht, in den mit verschiedenen teutschen Völkern geführten Kriegen, auch in die nunmehrige Ost-Fränkische, sonderlich Hohenlohische Lande eingedrungen“. Er verband darin zum ersten Mal die Vorlage der baulichen römischen Überreste mit den geborgenen Fundobjekten und gilt somit als einer der Stammväter der modernen Archäologie in Deutschland.
Ebenso sah Hanßelmann eine Verbindung zwischen den römischen Grenzanlagen in Hessen, Baden-Württemberg und Bayern und publizierte eine erste Limeskarte, die einen – allerdings falschen – Verlauf des Limes vom Rhein bis zur Donau wiedergab.
Nach weiteren Einzeluntersuchungen durch lokale Forscher aus dem aufstrebenden Bürgertum ermöglichte 1892 die Gründung der Reichslimeskommission – maßgeblich betrieben durch den Historiker und späteren Nobelpreisträger Theodor Mommsen – erstmalig einen gesamtdeutschen Blick auf den Limes. Der Plan der Kommission war ehrgeizig: Innerhalb von fünf Jahren sollten alle römischen Militäranlagen zwischen der Nordschweiz und der Rheinmündung in Zusammenarbeit mit den Forschern und Militärs vor Ort erfasst und ausgewertet werden.
Schnell wurde klar, dass die für das Gesamtprojekt vorgesehene Zeit erheblich zu kurz war, wobei besonders die Publikation der Ergebnisse Schwierigkeiten bereitete. Von dem 14-bändigen Werk „Der obergermanisch-raetische Limes des Römerreiches“ („Abteilung A: Die Strecken“, „Abteilung B: Die Kastelle“) erschien 1894 der erste Band, während der letzte erst 1934 herauskam.
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Dass dieses Projekt, bis heute ein Meilenstein der provinzialrömischen Forschung, überhaupt zu Ende geführt werden konnte, ist neben den vor Ort tätigen ehrenamtlichen Streckenkommissaren vor allem dem Freiburger Archäologen Ernst Fabricius (1857–1942) zu verdanken, der im Jahr 1902 die Geschäftsführung der Kommission und die Herausgabe der Publikationen übernahm und erfolgreich beendete. Mit ihm fand die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Limes und damit die provinzialrömische Archäologie auch Eingang in die universitäre Forschung.
Von Palisaden und Mauern – Die Baugeschichte des Limes
Erst die umfangreichen Ausgrabungen der Reichslimeskommission zwischen 1892 und 1904 führten zu der Erkenntnis, dass der Obergermanisch-Rätische Limes aus einem komplexen System verschiedener militärischer Anlagen des 1. bis 3. Jahrhunderts bestand. Mit dem Bau des Limes kam eine strategische Entwicklung zum Abschluss, die unter dem ersten Kaiser Augustus (31 v. Chr. – 14 n. Chr.) mit der Eroberung des Alpenraumes (15 – 9 v. Chr.) und der Varus-Niederlage im Jahr 9 n. Chr. ihren Anfang nahm.
Standen die römischen Truppen zunächst noch am Rhein und im Alpenvorland, wurden sie im Gebiet des heutigen Südwestdeutschland im Zeitraum von 40 bis 50 an die Donau und um 70 bis 80 an den Neckar sowie auf die rechte Rheinseite vorverlegt. Um 100 errichtete die römische Armee dann die Limes-Anlagen am Rand der zivilen Provinzgebiete.
Der Grund für diese Maßnahmen war nicht ein mühsam zurückgedrängter germanischer Gegner, sondern ganz pragmatisch die verkehrsgeographische Optimierung, sprich Verkürzung der Verbindungstrasse zwischen den Rhein- und den Donauprovinzen, also die über Stuttgart führende
Strecke zwischen Mainz (Mogontiacum), der Provinzhauptstadt Obergermaniens, und Augsburg (Augusta Vindelicum), der Provinzhauptstadt Rätiens. Der Verlauf der endgültigen Grenzlinie orientierte sich primär an den geographischen und geologischen Gegebenheiten, wobei fruchtbare Siedlungsräume wie die Wetterau, das mittlere Neckarland und das Nördlinger Ries einbezogen wurden.
Die eigentliche Grenzlinie bestand zunächst nur aus einer durch hölzerne Wachttürme kontrollierten Waldschneise, wobei sicher die gefällten Bäume als Sperre und Annäherungshindernis dienten. Nach dem Jahr 120 wurde eine durchgehende Holzpalisade errichtet, und um 145/46 ersetzte man die hölzernen Wachttürme durch solche aus Stein. Seit 160 wurde der Limes im heutigen Baden-Württemberg und Bayern ein letztes Mal nach Osten bzw. Norden vorgeschoben.
207/08 folgte schließlich eine umfangreiche Renovierung der Grenzanlagen. Um die marode Holzpalisade zu ersetzen, bauten die Soldaten in Rätien eine durchgehende Mauer zwischen den Wachttürmen, während in Obergermanien, bis auf einen Abschnitt beim heutigen Osterburken, ein Wall- und-Graben-System angelegt wurde.
Entlang der eigentlichen Kontrolllinie gab es neben den linearen Grenzsperren und Wachttürmen auch sogenannte Kleinkastelle, in denen zwischen 16 und 80 Mann stationiert waren. In Sichtverbindung zur Grenzlinie lagen dann größere Kastelle (Grundfläche zwischen zwei und sechs Hektar), in denen 500 bis 1000 Soldaten der sogenannten Hilfstruppen als reine Fuß- oder Reitertruppen sowie als gemischte Einheiten stationiert waren.
Auch wenn diese Soldaten sicher am Bau der Kastelle, Straßen, Palisaden, Mauern und Wachttürme beteiligt waren, lag die Hauptverantwortung für das Bauwerk bei den im Hinterland stationierten jeweils 6000 Mann starken Legionen mit ihren spezialisierten Architekten, Vermessungstechnikern, Zimmerleuten und Maurern. Im 2./3. Jahrhundert waren drei Legionen am Limes aktiv, die legio VIII Augusta aus Straßburg (Argentorate), die legio XXII Primigenia aus Mainz sowie seit 179 die legio III Italica aus Regensburg (Castra Regina).
Der Alltag der rund 35 000 Soldaten entlang dem Limes wurde weniger durch kriegerische Auseinandersetzungen als vielmehr durch militärische Übungen, Grenzkontrollen und Patrouillen geprägt. Die etwa 10 000 hochmobilen Reitersoldaten legten je nach Gelände 40 bis 80 Kilometer am Tag zurück und konnten so auch Patrouillen weit jenseits des Limes durchführen. Dadurch war die römische Armee über die Verhältnisse im gesamten germanischen Raum bis zur Elbe jederzeit gut informiert.
Die 900 Wachttürme am Limes waren mit jeweils drei bis sechs Soldaten besetzt. Der Nachweis von Erdkellern, Grubenhäusern, Vorratsgruben und Backöfen bei den Türmen sowie Einzelfunde wie Mühlsteine und Vorratsgefäße deuten auf einen längeren Aufenthalt der Turmbesatzungen hin. Nach den Knochenfunden zu urteilen, wurden anscheinend auch Schafe und Ziegen gehalten. Die Tiere grasten in der Limes-Schneise und hielten diese von Bewuchs frei. Die Turmbesatzungen hatten sowohl untereinander als auch vereinzelt zu den Kastellen Sichtverbindung, so dass Meldeketten mit Horn- oder Lichtsignalen möglich waren, um besondere Vorkommnisse zu melden.
Durchgänge ermöglichen den kontrollierten Grenzverkehr
Von zentraler Bedeutung waren schließlich die Limes-Durchgänge, die in größerer Anzahl durch moderne Prospektionsmethoden nachgewiesen werden konnten. Hier wurden zum einen die großen Verbindungswege in die germanischen Siedlungsgebiete im Lahntal (Limburger Becken), in Richtung Thüringen oder ins Maingebiet überwacht. Kleinere, lokale Übergänge dienten sicher auch der alltäglichen Kontrolle und Instandhaltung des Grenzstreifens jenseits von Palisade oder Mauer. Die Gesamtheit der Sicherungsmaßnahmen war zweifellos geeignet, den legalen Grenzverkehr zu kanalisieren und kleinere Raubüberfälle zu verhindern oder erfolgreich zu verfolgen. Zur Abwehr eines massiven militärischen Angriffs war der Limes dagegen nicht geeignet, wie sich bei den großen germanischen Überfällen seit dem Jahr 233 eindrucksvoll bestätigte. Insbesondere die fehlende Tiefenstaffelung der Militäranlagen ermöglichte es den germanischen Verbänden, weit in das Hinterland des Limes bis nach Gallien und Italien vorzustoßen.
Für die Menschen – Römer wie Germanen – hatte der Limes auch eine große symbolische Bedeutung. Nach offizieller römischer Sicht eine Trennlinie zwischen der imperialen, von den Göttern gewollten Zivilisation und dem wilden Barbarentum, war er in der alltäglichen Erfahrung vor allem eine Wohlstandsgrenze, an der der Wirtschafts- und Rechtsraum des Römischen Reiches endete.
Die grundsätzlich richtige These eines regen kleinen Grenzverkehrs muss dabei differenziert betrachtet werden. Schon aus den literarischen Quellen wird ersichtlich, dass die Römer die Erlaubnis zum Übertritt durchaus selektiv einsetzten und unterschiedlich stark kontrollierten. So berichtet Tacitus für das Ende des 1. Jahrhunderts von dem weitgehend freien Handelsverkehr der Hermunduren nach Rätien sowie von Waffenkontrollen und Mauteinnahmen an der Rheingrenze gegenüber den Tencteren. Auch während der Markomannenkriege an der unteren Donau (166 –180) wurde den Germanen von nördlich der Donau laut dem Chronisten Cassius Dio die Teilnahme an römischen Markttagen nur eingeschränkt gestattet.
Jenseits des Limes fällt vor allem die unterschiedliche Verteilung der germanischen Siedlungen auf. Während diese in Niedergermanien direkt an das rechte Rheinufer heranreichten, gab es im Vorfeld des obergermanischen Limes nur im Lahntal grenznahe germanische Dörfer. Am südlichen obergermanischen Limes und in Rätien finden sich dagegen auffällig siedlungsfreie Zonen von 25 bis 60 Kilometern Breite. Germanen siedelten hier anscheinend nur im Taubertal und entlang dem Main. Auch im archäologischen Fundmaterial sind Anzeichen einer kulturellen Veränderung im Sinn einer Romanisierung der germanischen Bevölkerung kaum zu erkennen. Die Anzahl römischer Funde bleibt in der Regel gering und beschränkt sich auf bestimmte Gattungen, etwa Trinkgeschirr.
Das gleiche Bild zeigen die römischen Zivilsiedlungen am Limes, in denen nur wenige Einzelfunde die Anwesenheit von Germanen belegen. Ausnahmen wie etwa die germanischen Keramikfunde in der Zivilsiedlung des Kastells am Zugmantel im Taunus können oft nur über einen kurzen Zeitraum beobachtet werden, was wiederum auf eine große Mobilität der germanischen Bevölkerung hinweist.
Die Römer haben ein waches Auge darauf, wer ins Reich kommt
In Mainfranken lassen sich dagegen zeitgleich mit der letzten Vorverlegung des Limes eine Siedlungsverdichtung sowie ein hohes Münzaufkommen und eine rege Einfuhr römischer Importgüter vom Trinkgeschirr bis hin zu Waffen belegen. Als germanische Importgüter können im Gegenzug organische Waren oder auch Dienstleistungen durch Arbeitskräfte angenommen werden, ohne dass dies jedoch archäologisch nachzuweisen wäre. Ob und in welcher Intensität Germanen an der Versorgung der Limes-Truppen beteiligt waren bzw. ob die Germanen an den damit zusammenhängenden wirtschaftlichen und kulturellen Möglichkeiten überhaupt interessiert waren, muss jedenfalls vorerst offenbleiben.
Dass der römisch-germanische Grenzaustausch gerade in der Zeit relativ groß war, als der Limes im 2. und frühen 3. Jahrhundert systematisch ausgebaut wurde, mag dabei auf den ersten Blick erstaunen. Sieht man darin aber keine Verteidigungsmaßnahmen, sondern eine Optimierung der Kontrollmöglichkeiten des Personen- und Warenverkehrs auf die bestehenden Übergänge, so erscheint das römische Vorgehen nachvollziehbar. Dem regen Grenzaustausch entsprechen die mit Doppelkastellen belegten Militärstandorte wie Osterburken oder Öhringen sowie die sogenannten Benefiziarier-Stationen, in denen abkommandierte Legionssoldaten auch spezifische Aufgaben im Rahmen der Grenz- bzw. Zollkontrolle übernahmen.
Die genannten Beispiele germanisch-römischer Kontakte am Limes zeigen, dass die unterschiedliche germanische Siedlungsdichte sicher ein maßgebliches Kriterium für die differenzierten Strukturen der militärischen Überwachung entlang dem Limes gewesen ist. Sie war aber nur ein Faktor in dem breiten Spektrum der Aktionsmöglichkeiten römischer Außenpolitik, das von vertraglichen Vereinbarungen über konkrete Geldzahlungen (subsidia) bis hin zu militärischen Aktionen reichte, die dann im 3. Jahrhundert durch die Feldzüge des Caracalla (213) und des Maximinus Thrax (235) eindrücklich belegt sind.
Kastelle sorgen für den Zuzug von Menschen
Die Limesregion im heutigen Südwestdeutschland war seit der Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. zunächst nur dünn besiedelt. Im Zusammenhang mit der römischen Eroberung Galliens durch Caesar (58 –50 v. Chr.) war es hier zu tiefgreifenden Veränderungen gekommen, deren Auswirkungen bis heute nicht eindeutig geklärt werden können. Beim Ausgreifen der römischen Armee auf die rechte Rheinseite seit der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. waren hier jedenfalls keine autochthonen Stammesstrukturen mehr vorhanden.
Die notwendige Versorgung der römischen Soldaten sowie deren Rolle als wichtiger Wirtschaftsfaktor führten dann aber seit Anfang des 2. Jahrhunderts sehr schnell zu einem massiven Zuzug von Zivilisten – Händler, Handwerker und Dienstleister –, die fortan von und mit den Soldaten lebten. Nach den Inschriften lassen sich vor allem keltische Neusiedler aus Ostgallien, aus der heutigen Schweiz sowie auch aus dem Donauraum nachweisen.
An den Militärstandorten entstanden die typischen Kastelldörfer, während das von der römischen Armee neu vermessene Land verpachtet und mit Gutshöfen (villae rusticae) aufgesiedelt wurde. Das Provinzgebiet teilte man in Verwaltungseinheiten (civitates) ein.
In den folgenden Jahrzehnten ließen sich auch ehemalige Soldaten im Limes-Hinterland nieder und nutzten die guten Kontakte zur Armee für ihre Geschäfte. Deren Söhne stellten dann auch einen erheblichen Anteil der neuen Rekruten in den Limeskastellen, zumal der Dienst in der Armee nach dem Absolvieren der 25-jährigen Dienstzeit mit dem römischen Bürgerrecht für den Soldaten und auch seine Kinder belohnt wurde. Durch die engen sozialen und wirtschaftlichen Beziehungen entstand so im Lauf des 2. Jahrhunderts entlang dem Limes eine römisch-keltische Militärgesellschaft. Die Menschen sahen dabei die römische Armee sicher nicht mehr als Feindin oder Eroberin an, sondern ganz im Gegenteil als Beschützerin der Provinz und ihrer gemeinsamen Heimat.
Die Germanen entlang der Grenze assimilieren sich
Die Germanen hatten nach allem, was wir bis heute wissen, an diesen sozialen Entwicklungen nur geringen Anteil. Mitte des 1. Jahrhunderts waren von den Römern elbgermanische Sueben rechts des Rheins gegenüber von Straßburg, bei Ladenburg (Rhein-Neckar-Kreis) bzw. Mannheim sowie bei Groß-Gerau angesiedelt worden, die seit dem 2. Jahrhundert aber nur noch im Namen der civitas Ulpia Sueborum Nicrensium nachzuweisen sind. Die Bezeichnung civitas Mattiacorum (bei Wiesbaden) geht wiederum auf den Stamm der Mattiaker zurück. Auch diese hatten sich innerhalb weniger Jahrzehnte nahezu vollständig assimiliert bzw. romanisiert.
Die Germanen von jenseits des Limes verkauften zwar ihre Produkte auf den Märkten, lassen sich aber nach den bekannten Quellen nicht als relevanten Teil der gallo-römischen Provinzbevölkerung nachweisen.
Fasst man die heutigen Erkenntnisse zum Obergermanisch-Rätischen Limes zusammen, so war er sicher keine Verteidigungs-, sondern eher eine Kontrolllinie gegenüber den Germanen. Ebenso wichtig war aber seine identitätsstiftende Wirkung auf die neu zusammengesetzte Bevölkerung. Vielleicht war er sogar weniger eine Grenze gegen die Germanen als vielmehr eine Grenze für Rom.
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