1967 wurde dieses als „historische Gedenkstätte“ der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland gegründet, 1986 in „Museum der bedingungslosen Kapitulation des faschistischen Deutschlands im Großen Vaterländischen Krieg“ umbenannt. Am 10. Mai 1995 eröffnete zum 50. Jahrestag des Kriegsendes in Europa als deutsch-russische Kooperation das neue Museum.
In einem multiperspektivischen Ansatz erzählt die Dauerausstellung vom Krieg der Jahre 1941 bis 1945, der aus deutscher Sicht als „Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion“, aus russischer als „Großer Vaterländischer Krieg“ wahrgenommen wird. Nicht nur auf die militärischen Ereignisse, sondern vor allem auf die Schicksale und das Leiden der Menschen richtet sich der Blick. 2013 wurde die Ausstellung auf den neuesten wissenschaftlichen Stand gebracht. Sie präsentiert auch zwischen beiden Ländern umstrittene Deutungen.
Mit Hilfe zahlreicher Exponate, darunter viele persönliche Gegenstände, Plakate, Fotos und Dokumente, werden die Härte des Krieges und seine Folgen für die Betroffenen nachvollziehbar. Hör- und Videostationen ergänzen die Begleittexte.
Jährlich bietet das Museum ein bis zwei Sonderausstellungen zum Themenkreis der deutsch-sowjetischen Beziehungen im 20. Jahrhundert an. Darüber hinaus gibt es Vorträge und Podiumsdiskussionen, oder es werden Filme gezeigt.
Zur Dauerausstellung ist 2014 im Selbstverlag des Museums ein Katalog erschienen.





