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Herrscherin über ein gespaltenes Reich
Nach dem frühen Tod Heinrichs II. begann der Aufstieg seiner Witwe Katharina von Medici zur mächtigsten Frau in Frankreich. Mit ihren Versuchen, zwischen Katholiken und Protestanten zu vermitteln, scheiterte sie jedoch – der Konflikt eskalierte.
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Der französische König Heinrich II. hatte ein Land hinterlassen, das nach einem langen, erst kurz vor seinem Tod beendeten Krieg mit Spanien finanziell erschöpft war. Es war ein Land, in dem der Protestantismus reformierter Prägung trotz aller Unterdrückungsmaßnahmen täglich neue Anhänger vor allem bei den adligen und bürgerlichen Eliten fand und in dem große Adelshäuser danach trachteten, ihre Macht und ihren Einfluss auch auf Kosten der Krone geltend zu machen.
Was ein halbwegs erfahrener Herrscher noch mit Mühe hatte zusammenhalten können, drohte unter seinem erst 15-jährigen Nachfolger auseinanderzufallen. Unter Franz II. gewann ein ursprünglich aus Lothringen stammender Familienverband, das Haus Guise, unverhältnismäßig an Einfluss. Herzog Franz von Guise und sein Bruder Karl, Kardinal und Erzbischof – nach der Herkunft der Familie allgemein „Kardinal von Lothringen“ genannt –, waren die Onkel von Franz’ Gemahlin Maria Stuart, der Tochter König Jakobs V. von Schottland und der Maria von Guise.
Verlierer war der Konnetabel Anne de Montmorency, der frühere allmächtige Ratgeber Heinrichs II. Zurückgesetzt mussten sich aber auch die „Prinzen von Geblüt“ fühlen, also die nach den Söhnen des Königs der Thronfolge am nächsten stehenden Familienmitglieder. Dazu zählte Anton von Bourbon, seit seiner Heirat mit Jeanne d’Albret König des winzigen Pyrenäenreichs von Navarra, und sein jüngerer Bruder Heinrich von Condé. Beide waren Protestanten und damit „natürliche“ Gegner der Guise, die für einen kompromisslosen Katholizismus standen.
Nur ein Jahr nach der Herrschaftsübernahme durch Franz II. hatte sich die aufgestaute Spannung in einer Revolte eines Teils des protestantisch gesinnten Adels entladen. Der königliche Hofstaat, der sich gerade im Schloss von Amboise befand, wurde belagert. Die Aufständischen gaben vor, dass es darum gehe, den König und die Krone vom Joch der „fremden“ Familie Guise zu befreien. Königliche Truppen schlugen die Revolte nieder. Als ihr Anführer wurde ein Landedelmann namens Godefroy de Barry, Seigneur de La Renaudie, ausgemacht, doch am Hof zweifelte kaum jemand daran, dass die tatsächlichen Hintermänner andere waren: Anton von Navarra und sein Bruder Heinrich.
Katharina bahnt sich den Weg zur Macht
Mit dem Geschehen von Amboise begann Katharina, die bislang im Hintergrund gestanden hatte, auf der politischen Bühne sichtbar zu werden. Sie hatte erkannt, dass in Frankreich Gegensätze aufgebrochen waren, die das Land zu zerreißen und die Monarchie in den Abgrund zu stürzen drohten.
Es war Katharinas Fürsprache zu verdanken, dass ihr Sohn unmittelbar nach dem Geschehen im Edikt von Amboise (8. März 1560) die strikte religiöse Verfolgungspolitik lockerte. Ihr war es auch zuzuschreiben, dass im Juni 1560 mit Michel de l’Hôpital ein vom Humanismus geprägter Anhänger einer religiösen Verständigungspolitik zum Kanzler Frankreichs berufen wurde.
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Einen weiteren Unterstützer ihrer ausgleichenden Politik fand sie in einem Vertreter des loyal gebliebenen Teils des protestantischen Adels, dem Admiral Gaspard de Coligny, ein Mitglied des konfessionell gespaltenen Hauses Montmorency und Neffe des – betont katholischen – Konnetabels Anne de Montmorency.
Katharinas Strategie war erfolgreich. Auf einer Notabelnversammlung, die auf Colignys Vorschlag hin für August nach Fontainebleau einberufen worden war, gelang es ihr gemeinsam mit dem neuen Kanzler, ein eingeschränktes Recht protestantischer Kultausübung beschließen zu lassen.
Nun musste auch noch die bei Amboise beschädigte Autorität der Krone wiederhergestellt werden: Anton von Navarra und Heinrich von Condé wurde im Herbst 1560 befohlen, am Hof zu erscheinen. Katharina hatte es zunächst auf Heinrich von Condé abgesehen: Er wurde unverzüglich eingekerkert und von einem königlichen Gericht zum Tod verurteilt. Der König von Navarra blieb in Freiheit, aber er lebte von nun an in ständiger Furcht.
Katharina, die bereits absah, dass dem kränklichen Franz II. kein langes Leben beschieden sein würde, nutzte die Situation entschlossen in ihrem Sinn: Sie presste Anton von Navarra, der als nächster männlicher Verwandter eine Beteiligung an der Regentschaft für einen unmündigen Nachfolger beanspruchen konnte, einen förmlichen Verzicht auf seine Rechte zu ihren Gunsten ab. Gleichzeitig verzögerte L’Hôpital die von den Guise betriebene Hinrichtung Heinrichs von Condé, der schließlich Pardon erlangte.
Am Ende ist es Katharina gemeinsam mit dem Kanzler gelungen, eine prekäre Situation in einen Sieg für die Krone umzuwandeln: Die Familien Guise und Bourbon waren unter Kontrolle und die religiösen Antagonismen wenigstens ein Stück weit ausgeglichen.
Als Franz II. schließlich am 5. Dezember 1560 nach nur anderthalbjähriger Regierungszeit starb, folgte ihm sein zehnjähriger Bruder Karl IX. als König. Der Anspruch Katharinas auf die Übernahme der Regierungsgeschäfte für ihren minderjährigen Sohn blieb unangefochten. Als gouvernante de France – den belasteten Titel einer „Regentin“ vermied sie – saß sie den Ratsversammlungen vor. Anton von Bourbon musste sich mit dem Titel eines Generalleutnants des Königreichs zufriedengeben.
Der Ausgleich zwischen den Konfessionen hatte für Katharina weiterhin Priorität. Von Michel de L’Hôpital unterstützt, favorisierte sie daher ein Religionsgespräch im Rahmen einer nationalen Synode. Dieses sogenannte Kolloquium von Poissy fand im September 1561 während einer Versammlung der Generalstände statt.
Für die Protestanten war kein Geringerer als Theodor Beza (1519 – 1605) anwesend, der nach Jean Calvin berühmteste Theologe des reformierten Protestantismus. Die katholischen Standpunkte vertrat in Anwesenheit des päpstlichen Legaten und des Jesuitengenerals Diego Laínez (1512 –1565) der theologisch hochgebildete Kardinal von Lothringen höchstpersönlich.
Die Versöhnung der Konfessionen erweist sich als schwierig
Das Religionsgespräch scheiterte, es gab keinerlei Annäherung. Doch Katharina musste die Protestanten zumindest ein Stück weit zufriedenstellen, sollte die Integrität des Königreichs nicht irreparabel beschädigt werden. Ausdruck einer neuen Konzilianz war ein weiteres Religionsedikt, das am 17. Januar 1562 in Saint-Germain vor den Toren von Paris verkündet wurde. Die im Edikt von Amboise gewährten Rechte wurden hier erheblich erweitert. Außerhalb von Stadtmauern sollte Kultfreiheit herrschen, innerhalb von Städten galt diese immerhin noch für Gottesdienste in Privathäusern.
Innerhalb nur weniger Jahre hatte der in Frankreich zuvor als Häresieverbrechen kriminalisierte Protestantismus es damit zu einer weitgehenden Duldung gebracht. Katharina trug dieses Entgegenkommen freilich den Verdacht ein, heimliche Sympathisantin der reformierten Religion zu sein – womit man ihr, die die Dinge eher pragmatisch betrachtete, wohl unrecht tat.
Bei der Fraktion der sogenannten intransigenten Katholiken, die zu keinen Kompromissen bereit waren, stieß ihr Kurs freilich auf Widerstand und ließ sogar einstige Erzfeinde gemeinsame Sache machen. Die Brüder Guise, Anne de Montmorency und der Marschall von Saint-André, ein Günstling König Heinrichs II., fanden sich zum „Triumvirat“ zusammen, das sich anschickte, die Regentin herauszufordern.
Nach dem Edikt von Saint-Germain genügte ein Funke, um das Pulverfass zur Explosion zu bringen. So gab ein Massaker, das Truppen des Herzogs von Guise am 1. März 1562 an den Teilnehmern eines protestantischen Gottesdienstes verübten, den Startschuss zu Frankreichs erstem religiösem Bürgerkrieg. Die Krone war als ausgleichende Kraft ausgeschaltet, und Katharina musste sich an der Seite des „Triumvirats“ nolens volens zur Partei der Katholiken bekennen.
In den folgenden Kämpfen hielten sich Erfolge und Misserfolge beider Seiten die Waage. Montmorency und Saint-André gerieten in die Gefangenschaft der Protestanten, Heinrich von Condé in die der Königlichen. Einen schweren Rückschlag für die Katholiken bedeutete die Ermordung des Herzogs Franz von Guise im Februar 1563, die damit ihren begabtesten militärische Führer verloren.
Katharina freilich erkannte augenblicklich die Chance, die Krone aus der Umklammerung durch das Triumvirat zu befreien. Ohne Guise und Montmorency waren die Protestanten unter der fähigen Führung Colignys nicht zu besiegen. Mit dem ihr eigenen Gespür für das Mögliche knüpfte die mit neuer Bewegungsfreiheit ausgestattete Regentin erfolgreich Verhandlungsfäden in alle Richtungen. Am Ende stand ein neues Pazifikationsedikt, das Edikt von Amboise vom 19. März 1563, das die protestantische Kultfreiheit nicht für den Adel, aber für die große Masse der Bürgerlichen wieder beschnitt, denn künftig durfte innerhalb eines Verwaltungsbezirks nur noch jeweils eine Stadt außerhalb ihrer Mauern eine protestantische Kirche unterhalten.
Eine „Tour de France“ mit dem jungen König
Den wiederhergestellten Frieden wollte Katharina für ein anderes Unternehmen von hoher Symbolkraft nutzen: eine Reise des mittlerweile für volljährig erklärten Karl IX. durch sein Reich, bei der die Autorität der Monarchie in allen Teilen des Landes sichtbar werden sollte. Am 13. März 1564 brach in Fontainebleau ein Tross von mehr als 10 000 Personen auf. Die Route des königlichen Zuges führte im Uhrzeigersinn durch die wichtigsten Städte und Landschaften Frankreichs.
Unterwegs ließ Katharina den König wichtige Regierungsakte vollziehen, um die Funktionsfähigkeit der Monarchie unter Beweis zu stellen. Nach mehr als zwei Jahren, am 30. April 1566, endete der Grand Tour royal, der nach dem Willen und der Absicht Katharinas einen wichtigen Schritt zur Versöhnung des Landes unter der Autorität der Krone darstellen sollte.
Es drohte neues Unheil: Die konfessionellen Spannungen in Frankreich begannen sich mit der allgemeinen Lage in Europa zu verflechten. Die unter spanischer Herrschaft stehenden Niederlande hatten sich für den Protestantismus empfänglich gezeigt. Es kam zum Bildersturm und einer konfessionellen Revolte. König Philipp II. entsandte 1567 den Herzog von Alba an der Spitze starker Streitkräfte, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.
Gute Beziehungen zu Spanien, der katholischen Vormacht Europas, gehörten für Katharina, deren Tochter Elisabeth 1559 mit Philipp II. vermählt worden war, zu den Voraussetzungen politischer Stabilität in Frankreich. Ihre Rücksichtnahme auf Spanien brachte sie jetzt wiederum in Opposition zu den französischen Protestanten. Diese fürchteten, dass ihnen über kurz oder lang das gleiche Schicksal wie den Niederländern bestimmt sei. Ihr aktivistischer Flügel wollte den durch den Herzog von Alba bedrängten Glaubensbrüdern zu Hilfe eilen.
In dieser Situation versuchte Heinrich von Condé im September 1567, den in Monceaux an der Grenze zur Champagne befindlichen Hof mit einer starken Streitmacht gleichsam in Geiselhaft zu nehmen. Zwar gelang den Königlichen der Rückzug ins sichere Meaux und schließlich die Rückkehr nach Paris, aber die Monarchie hatte wieder Schwäche gezeigt.
Die Forderungen Heinrichs von Condé, insbesondere die nach einer Wiederherstellung der großzügigen Regelungen des Edikts von Saint-Germain, wiesen Katharina und Karl IX. zurück. Die dann einsetzende, jedoch am Ende erfolglose Belagerung von Paris, bei der auf Seiten der Verteidiger der Konnetabel de Montmorency bei einem Ausfall ums Leben kam, leitete den zweiten religiösen Bürgerkrieg ein.
Im März 1568 stellte der Vertrag von Longjumeau das Edikt von Amboise in vollem Umfang wieder her. Doch Katharina war skeptisch, sie nannte die Vereinbarung „ein wenig Asche auf einer großen Glut“.
Auf Druck des Kardinals von Lothringen stellte sich die Mutter des Königs nun eindeutig auf die Seite der katholischen Hardliner und betrieb die Absetzung des Kanzlers L‘Hôpital, der unerschütterlich einem Ausgleich das Wort geredet hatte.
Protestantische Verbände, die in die Niederlande ziehen wollten, um ihre Glaubensgenossen im Kampf gegen Spanien zu unterstützen, wurden von königlichen Truppen daran gehindert und ihre Führer exekutiert. Nur wenige Monate nach dem Frieden von Longjumeau befand sich Frankreich erneut im Bürgerkrieg. In seinem Verlauf fiel Condé. Coligny übernahm nun die Führung. Der protestantische Admiral konnte im Frühjahr 1570 noch einmal unerwartete militärische Erfolge erzielen – für Katharina war dies Anlass genug, erneut eine Annäherung durchzusetzen – auch gegen den erbitterten Widerstand des Kardinals von Lothringen.
Die Protestanten erreichten jetzt weit größere Zugeständnisse: Am 8. August 1570 wurde die Kultfreiheit auch auf Städte ausgeweitet, und man gestand den Protestanten – und dies war neu – ein begrenztes Besatzungsrecht in mehreren „Sicherheitsplätzen“ (unter anderem die Stadt La Rochelle) zu, die im Kriegsfall Schutz und Refugium bieten konnten.
Nun soll eine Hochzeit für inneren Frieden sorgen
Katharina nutzte die Ruhephase, um ihre Heiratspolitik voranzutreiben. Nach dem Tod ihrer mit Philipp II. vermählten Tochter Elisabeth im Jahr 1568 hatte sie vergeblich gehofft, dass der König sich für ihre jüngste Tochter Margarete entscheiden würde. Auch der Plan, Margarete mit dem König von Portugal zu verheiraten, verlief im Sand.
Nun rückte eine innerfranzösische Alternative in Katharinas Blickfeld, die einen Ausgleich der zerstrittenen Untertanen fördern konnte: die Verheiratung Margaretes mit Heinrich von Navarra, dem Sohn des schon 1562 gefallenen Anton von Navarra. Heinrich war als Protestant und erster Prinz von Geblüt neben Coligny das natürliche Haupt der französischen Reformierten.
Um die Hochzeit voranzutreiben, veranlasste sie den König, Coligny aus seinem sicheren Rückzugsort in La Rochelle an den Hof zurückzurufen. Das alarmierte wiederum die Guise, denn sie hielten Coligny für den Drahtzieher der Ermordung des Herzogs Franz 1562. Sie wollten sich an Coligny rächen und wichen den Vermittlungsversuchen Katharinas und des Königs aus.
In Paris gelang es Coligny, das Vertrauen Karls IX., der inzwischen 20 Jahre alt geworden war, zu gewinnen. Karl schien aus dem Schatten seiner Mutter hervortreten zu wollen. Im Gegensatz zu Katharina nahm ihr Sohn weniger Rücksicht auf Spanien. Coligny versuchte, den für kühne Pläne empfänglichen jungen Monarchen von der Notwendigkeit einer Intervention in den Niederlanden und einer Kriegserklärung an Spanien zu überzeugen. Dies diene der Sicherheit Frankreichs, versicherte Coligny.
Für Katharina war dieses Szenario ein Alptraum. Hinter den Kulissen begann daher ein hartes Ringen zwischen ihr, die in dieser Frage den königlichen Rat geschlossen hinter sich wusste, und Coligny, während Karl IX. weiter zögerte.
Vor dem Hintergrund dieser dramatischen Zuspitzung kam es im August 1572 zu den Ereignissen, die als „Bartholomäusnacht“ in die Geschichte eingingen (siehe Artikel Seite 36). Noch immer wird gestritten, wer dabei für welche Stufe der Eskalation verantwortlich war. Karl IX. versuchte den Schein selbstbestimmten Handelns aufrechtzuerhalten und übernahm die Verantwortung. Er begründete die Aktion mit der unmittelbaren Gefahr, die durch die zur Revolte bereiten Protestanten für die Krone und für das Leben seiner Familie ausgegangen sei.
Im nun unvermeidlich wieder aufflammenden Bürgerkrieg mussten die Protestanten zwar Rückschläge hinnehmen, hielten sich aber in ihrer Festung La Rochelle, die von See her gut zu versorgen war.
Die polnische Krone ist nur ein Lückenfüller
Ein Jahr nach den Ereignissen der „Bartholomäusnacht“ ruhten die Waffen, der Grund war Katharinas Fokussierung auf ein weiteres dynastisches Projekt: den Erwerb der polnischen Königskrone für ihren Sohn Heinrich von Anjou. Die erhoffte Heirat mit der englischen Königin Elisabeth I. war nicht zustande gekommen, da der Herzog von Anjou eine Konversion zum Protestantismus strikt ablehnte. Doch bot die Nachfolge des 1572 verstorbenen letzten Jagellonen dem Lieblingssohn Katharinas eine eigene Krone.
Da unter den polnischen Königswählern auch einflussreiche Protestanten waren, beendete Katharina die Belagerung von La Rochelle und setzte sich für einen neuen Frieden ein, der im Juli 1573 durch das Edikt von Boulogne besiegelt wurde. Dieses beschnitt allerdings die 1570 im Edikt von Saint-Germain gewährten Freiheiten wieder erheblich und ließ viele Protestanten befremdet zurück.
Der Tod Karls IX. am 30. Mai 1574 bedeutete gleichzeitig auch das Ende der kurzen Herrschaft Heinrichs von Valois als König Henryk Walezy in Polen. Im Herbst 1573 war er in sein neues Reich gezogen – zur damaligen Erleichterung Karls IX., der den Aufstieg seines jüngeren Bruders zu einer zentralen Figur im Lager der Katholiken mit wachsendem Unbehagen verfolgt hatte.
Jetzt rief Katharina ihren Lieblingssohn aus Polen zurück: Als König Heinrich III. traf er in seiner alten Heimat und seinem neuen Reich ein.
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