Wie es überhaupt zu dem Verdacht kommen konnte, Kinder hätten magische Praktiken ausgeübt, wird zunächst in einem ersten Abschnitt analysiert, während sich weitere Beiträge mit speziellen Kinderhexenprozessen im deutschen Reich, in der Schweiz, in Böhmen oder Norwegen befassen und auch die Rolle der Eltern von angeklagten „Hexenkindern“ untersuchen. Da die frühneuzeitlichen Verfolgungen jedoch vor allem Jungen betrafen, die, ohne Familie lebend, als Straßenkinder in Gruppen unterwegs waren, widmet sich der lesenswerte Band auch den bisher in der Forschung völlig vernachlässigten Themen Kinderbanden, Bettelei und Straßenkinder in der frühen Neuzeit.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





