Auf der Grundlage umfangreicher und diffiziler gartenpflegerischer Maßnahmen konnten zahlreiche Details der von Carl von Effner in den 1860er Jahren ausgeführten Anlage ermittelt und in die Planung für die Restaurierung einfließen. Die in zwei Bauabschnitten durchgeführte Restaurierung kostete insgesamt rund 435.000 Euro.
Die barocke Gartenanlage in Schleißheim geht auf Kurfürst Max Emanuel und seinem Architekten Enrico Zuccalli zurück. Ab 1717 modernisierte der französische Gartenarchitekt Girard die Schleißheimer Gartenanlage tiefgreifend. Das Schleißheimer Blumenparterre spiegelt dabei die kulturelle Ordnung des bayerischen Kurfürsten und die damit einhergehende Prachtentfaltung eindrucksvoll wieder. Es nimmt hinsichtlich seiner Gestaltung und Lage, vor allem aber hinsichtlich seiner Dimension, in der Geschichte der europäischen Gartenkunst eine Sonderstellung ein. Nach dem Tode Max Emanuels verfiel der Garten allerdings. Erst um 1865 wurde er wieder restauriert. Der spätere Hofgärtendirektor Carl von Effner wurde mit der Wiederherstellung der Gartenanlage nach Plänen und Bildern aus den Anfängen des 18. Jahrhunderts beauftragt.





