Sanary-sur-Mer ist heute eine schmucke Gemeinde mit 16 000 Einwohnern – ohne Betonbausünden der Nachkriegszeit, die vielerorts die einst pittoresken Fischerdörfer und Hafenstädtchen der Côte d’Azur verschandeln. Der zwischen Toulon im Osten und Marseille im Westen gelegene Ortskern wirkt mit seinen pastellfarbenen Häusern wie ein Postkartenmotiv. Betrachtet man Fotos aus den 1930er und 1940er Jahren, so scheint sich Sanary seit jener Zeit kaum verändert zu haben. Bei der Wahl eines Zufluchtsorts, als ein Leben für viele Hitler-Gegner in Deutschland nicht mehr möglich war, spielte es allerdings wohl eine untergeordnete Rolle, wie malerisch sich diese Landschaft ausnahm.





