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RezensionGeschichte & Archäologie

Im Krankenbett

Krankheiten können jeden treffen, ob arm oder reich, ob mächtig oder machtlos. Jochen Oppermanns leicht lesbare Darstellung nutzt diese Tatsache, um die Rolle und Bedeutung von Krankheiten im Laufe der Geschichte zu beleuchten, indem er die Leiden mehrerer prominenter Patienten erörtert. Der Zeitraum reicht vom Alten Ä…

Im Krankenbett
Krankheiten können jeden treffen, ob arm oder reich, ob mächtig oder machtlos. Jochen Oppermanns leicht lesbare Darstellung nutzt diese Tatsache, um die Rolle und Bedeutung von Krankheiten im Laufe der Geschichte zu beleuchten, indem er die Leiden mehrerer prominenter Patienten erörtert. Der Zeitraum reicht vom Alten Ägypten bis ins 20. Jahrhundert.
Autor
Redaktion
08. Juni 2026
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Geschichte & Archäologie

Oppermann schildert den historischen Kontext, in dem sich die jeweiligen Kranken (unter anderem Kaiser Claudius, Friedrich II., Ludwig II., Wilhelm II.) bewegten, sowie die medizinischen Möglichkeiten und Deutungen, mit denen Volk und Eliten den Herausforderungen durch Krankheiten und Kranke begegneten. Man leidet mit dem leprösen Jerusalemer König Balduin IV. und folgt der Verbreitung der Syphilis infolge des Kontakts zwischen Europäern und den Einwohnern der „Neuen Welt“.

Oppermann reflektiert über die Konsequenzen von Krankheiten für den Verlauf einzelner historischer Entwicklungen, ohne sich in Spekulationen zu verlieren. Wer sich für die Krankengeschichte der Menschheit interessiert, erfährt viele Details und erhält zudem eine Einführung in unterschiedlichste Epochen und Konstellationen. Schließlich stellt sich bei der Lektüre eine gewisse Dankbarkeit für die Segnungen moderner Medizin ein.

Rezension: Dr. Sebastian Rojek

Jochen Oppermann
Burnout, Gicht und Syphilis
Kranke, die Geschichte machten – von Tutenchamun bis Himmler
Verlag Herder, Freiburg i. Br. 2025, 283 Seiten, € 25,–

Rezension
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