Seit der Annäherung Benito Mussolinis an Hitler-Deutschland in den Jahren 1936/37 hatten Österreich und sein autoritäres konservativ-klerikales Regime den letzten ernsthaften Verbündeten verloren. Der Einfluss der noch illegalen Nazi-Bewegung nahm vor diesem Hintergrund immer mehr zu, und der systematische Druck aus Berlin wurde besonders seit Herbst 1937 verstärkt. Ein gewichtiger Teil der österreichischen Nazis drang ohnehin darauf, die Angliederung Österreichs an das Deutsche Reich, den „Anschluss“, möglichst bald zu vollziehen. Als im Januar 1938 ein von Hermann Göring beförderter, als „Aktionsprogramm 1938“ bezeichneter Übernahmeplan aufgedeckt wurde, verschaffte dies dem diktatorisch regierenden österreichischen Bundeskanzler Kurt Schuschnigg scheinbar eine Atempause.





