Ein seit der Renaissance beliebtes Sammelgebiet waren Bildnisse der Kaiser des antiken Rom. Angeregt durch die Biographien-Reihe des römischen Schriftstellers Sueton, traten diese Abbilder in Serie auf, um Wände zu füllen und Nischen zu bestücken. Die Autorin Mary Beard beginnt in der Antike, als Darstellungen zumal des jeweils aktuellen Herrschers allgegenwärtig waren. Ihr Akzent liegt jedoch auf der Neuzeit. Auch wenn die Imperatoren im Bildgedächtnis unserer Zeit nicht mehr so präsent sind wie einst, haben sie in der Sprache des Porträts Spuren hinterlassen. Adligen und Herrschern dienten die Kaiser nicht nur dazu, Reichtum und Geschmack zu zeigen, sie trugen auch zur Selbstformierung bei, als Vorbilder wie als abschreckende Beispiele.





