Hier knüpft die vorliegende Studie an, in der die Literaturwissenschaftlerin Dorit Müller untersucht, wie sich das Erzählen über Reisen in die Polarregionen seit dem frühen 18. Jahrhundert veränderte. Sie spürt anhand von Geschichten von Seefahrern, Expeditionsberichten von Polarforschern, Zeichnungen, Kartenmaterial, Fotos und Filmen aus insgesamt drei Jahrhunderten nach, wie die empirischen Erkenntnisse über die Polarregionen und die künstlerischen sowie literarischen Vorstellungen polarer Räume sich wechselseitig beeinflussten. Das Buch bietet Einsicht in spannende Quellen zu Polarreisen und in die phantastischen Gegenwelten, die Literatur, Kunst und später auch Filme von den eisigen, lebensfeindlichen Regionen schufen.
Rezension: Anna Joisten
Dorit Müller
Polarreisen
Zwischen Empirie und Imagination
Kulturverlag Kadmos, Berlin 2022, 430 Seiten, € 34,80





