In die bunte Welt der 1970er Jahre entführt die Ausstellung „Demo, Derrick, Discofieber” im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte (noch bis zum 20. März 2016) die Besucher. Viele Trends, die noch heute weiterwirken, kennen wir aus dieser Zeit: ob Ikea-Möbel oder Flohmärkte, Anti-Atomkraft-Bewegung oder Fast-Food-Ketten. Die Siebziger waren eine Zeit der Gegensätze: Durch die Entspannungspolitik wurde der Ost-West-Konfikt entschärft, doch gleichzeitig verstörte der RAF-Terror die Gesellschaft. Der Fortschrittsoptimismus wich einer neuen Skepsis. Demonstranten machten auf die Kosten eines hemmungslosen Kapitalismus aufmerksam, auf Umweltzerstörung und atomare Risiken, doch bei Hippie- und Esoterik-Boom standen Individualität und „Selbstverwirklichung” im Mittelpunkt.