In der Rückschau erschienen solche Aufstiegsgeschichten konsequent und geradlinig. Der Geschichtsschreiber Otto von Freising (gest. 1158), ein Onkel Kaiser Friedrichs I. Barbarossa, entwarf in den 1150er Jahren in seiner Chronik „Gesta Frederici“ („Die Taten Friedrichs“) das einprägsame Modell zweier berühmter Adelsfamilien im römischen Reich: „Die eine war die der Heinriche von Waiblingen [Staufer], die andre die der Welfen von Altdorf, die eine pflegte Kaiser, die andre große Herzöge hervorzubringen.“ Hier gelten die Staufer als natürliches Kaisergeschlecht. Friedrich Barbarossa, der Sohn eines staufischen Vaters und einer welfischen Mutter, fügt als Eckstein zwei zuvor verfeindete Adelshäuser zusammen.





