Nach Bhutan zu reisen bedeutet, in eine völlig fremde Kultur zu reisen. Die exklusive DAMALS-Reise führt in ein kleines Land, etwa so groß wie die Schweiz, das sich lange völlig von der „großen Welt“ fernhielt und kaum Tourismus zuließ. Noch heute leben seine knapp 750 000 Einwohner vorwiegend in kleinen bäuerlichen Siedlungen. So ist es ein Traumziel für alle, die an der Hochgebirgswelt des Himalaja, der tantrisch-buddhistischen Glaubens- und Kulturwelt sowie den Völkern und Stämmen in diesem Teil der Erde interessiert sind. Und die sich nicht von den extrem hohen Tourpreisen abschrecken lassen, mit denen die Regierung Bhutans die Touristenzahlen auch weiterhin niedrig halten will.
Bhutan besitzt drei Klimazonen: Im subtropischen Süden leben vor allem nepalstämmige Lhotsampa, „Menschen des Südens“, die Anhänger des Hinduismus sind. In den gemäßigten mittleren Zonen, etwa auf 2500 Metern Höhe (unserer Reisehöhe!), leben die tibetischstämmigen Ngalong („die sich zuerst erhoben“); hier liegen die historisch und kulturell bedeutendsten Gebiete des Drachenlands. Die dritte Klimastufe umfasst die nördlichen Landesteile im Himalaja, die von Nomaden bevölkert sind.
Unsere Reise führt vom Westen, wo die beiden größeren Orte Paro und Thimphu liegen, bis nach Mongar und Trashigang im noch weitgehend unbekannten Ostbhutan, ja, wir machen sogar einen Ausflug in den äußersten Nordosten, nach Trashiyangtse. Dabei lassen wir die grandiose Gebirgslandschaft und das Bild der darin eingebetteten Dzongs (Klosterfestungen) auf uns wirken.
Führen wird uns Prof. Dr. Per Sørensen (Universität Leipzig), der ein dänisch-bhutanisches Handschriftenprojekt betreut; sollte er in Terminschwierigkeiten kommen, wird ihn sein langjähriger Mitarbeiter Gregor Verhufen vertreten, der das Land ebenfalls bestens kennt und auch beim Verfassen der vorstehenden Einführung in die Geschichte Bhutans eingesprungen ist.
Von der DAMALS-Redaktion wird die Chefredakteurin Dr. Marlene Hiller die Reise begleiten.
Die Anreise nach Bhutan erfolgt über Kalkutta (Indien), das wir kurz kennenlernen können. Am nächsten Tag erreichen wir nach einem etwa einstün-digem Flug Paro. Die Kleinstadt im Westen Bhutans (um 2400 Meter hoch) liegt in einem der sechs Quertäler Bhutans am Ufer des Paro Chhu. Wir besuchen das in einem früheren Wachturm untergebrachte Nationalmuseum und lernen unseren ersten Dzong kennen: eine der mächtigen buddhistischen Klosterfestungen. Ein Ausflug führt uns zum Kloster Taktsang, das auf 3070 Metern Höhe eindrucksvoll an einer Felswand klebt.
Auf unserem Programm steht ferner Thimphu, die Hauptstadt Bhutans. Hier besuchen wir etwa die Nationalbibliothek und den Tashichho-Dzong, eine Klosteranlage des 13. Jahrhunderts, die heute als Sitz des Königs, der Regierung und des Je Khenpo, des religiösen Oberhaupts, dient. Thimphu ist zudem ein Zentrum traditioneller Handwerkskunst.





