Die UNESCO hat am 29. Juni in ihrer Sitzung in St. Petersburg die Geburtskirche Jesu in Bethlehem auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt – trotz heftiger Proteste Israels. Erst im Oktober waren die Palästinenser als Mitglied in die UN-Kulturorganisation aufgenommen worden und hatten einen Eilantrag gestellt, den sie mit der Baufälligkeit des Gebäudes begründeten. Normalerweise dauert ein Antragsverfahren anderthalb Jahre. Die Entscheidung der UNESCO ist ein Politikum: Die Palästinenser werten sie als Votum für die Selbstbestimmung ihres Volkes und als einen Schritt zur internationalen Anerkennung eines Staates Palästina. Auch Deutschland ist um eine Welterbestätte reicher: das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth, das Wilhelmine von Bayreuth zwischen 1746 und 1750 erbauen ließ, wurde ebenfalls von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben. Es sei ein „einzigartiges Monument der europäischen Fest- und Musikkultur des Barock“. 2013 wird über den deutschen Antrag, die „Wasserkünste und den Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe“ in Kassel aufzunehmen, entschieden.





