Bekannt ist Kleopatra vor allem wegen ihrer Affären mit Julius Caesar und Marcus Antonius. Doch die legendäre Königin von Ägypten war in erster Linie eine ehrgeizige Politikerin, die das Land am Nil zu alter Größe führen wollte. Umso tragischer war ihr Ende.
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Am 23. Februar des Jahres 33 v. Chr. griff Kleopatra, die damals 36-jährige Königin von Ägypten, zum Schreibrohr und unterzeichnete ein Dokument, das ihr die königliche Kanzlei in Alexandria vorgelegt hatte. Der Text war auf Papyrus geschrieben, jenem Beschreibstoff, den die Ägypter aus der Papyrusstaude gewannen. Ihn hatten bereits die alten Pharaonen für ihre amtlichen Verlautbarungen benutzt. Auch für ihre private Korrespondenz verwendeten die Ägypter dieses praktische Material, das es bei ihnen im Überfluss gab. Kleopatra, die seit 51 v. Chr. regierte, war eine gewissenhafte Königin, und so las sie sich den Text genau durch, bevor sie ihn mit ihrer Unterschrift autorisierte. Aber sie wusste natürlich, worum es ging. Denn es handelte sich um einen Erlass, den sie selbst in die Wege geleitet hatte.
Die königliche Verfügung regelte die Erteilung von Privilegien an einen römischen Geschäftsmann namens Publius Canidius Crassus. Kleopatra war großzügig, der Römer durfte sich gleich mehrfach freuen. Er erhielt eine Lizenz zum Export von 10 000 Artaben Weizen (eine Artabe = rund 40 Liter) und zum Import von 5000 Amphoren Wein aus Kos (das damals zum Reich der Kleopatra gehörte) pro Jahr. Und er erhielt jede Menge Befreiungen: Kleopatra gewährte ihm Zollfreiheit, unbefristete und unbeschränkte Steuerfreiheit für seine Güter, die er in Ägypten besaß, ebenso die Freiheit von Abgaben für seine Arbeits- und Transporttiere und die Befreiung seiner Schiffe von Steuern und Beschlagnahmung für öffentliche Aufgaben.
Das Füllhorn des Glücks und der Wohltaten, das die Königin über Publius Canidius Crassus ausschüttete, dokumentiert im Umkehrschluss, was im Ägypten der Kleopatra der Normalfall war. Bürokratie und Regulierung wurden großgeschrieben. Schon in den Zeiten einer Hatschepsut, eines Echnaton oder eines Ramses waren die Regierenden bestrebt gewesen, aus dem Land möglichst viel herauszuholen. Doch erst die Ptolemäer machten aus dem an Ressourcen wie Papyrus und Getreide reichen Land am Nil einen straff organisierten Staat mit einer zentral gelenkten Monopolwirtschaft.
Griechische Ptolemäer regieren über ägyptische Bauern
Stammvater der aus Makedonien stammenden Dynastie war Ptolemaios I., ein alter Weggefährte Alexanders des Großen. Nach dessen Tod 323 v. Chr. sicherte er sich in den Diadochenkämpfen den Besitz des lukrativen Ägypten. Um sich gegenüber der Konkurrenz in den anderen hellenistischen Königreichen zu behaupten, brauchten die Ptolemäer viel Geld. Sie investierten es in eine starke Söldnerarmee, um Kriege zu gewinnen; in prächtige Tempel, um ihre Verbundenheit mit den alten Traditionen zu demonstrieren; und in Prestigeobjekte wie den Leuchtturm von Pharos, die große Bibliothek und das Wissenschaftszentrum Museion, um kulturelle Maßstäbe zu setzen.
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Alles Land in Ägypten gehörte nominell den Monarchen, also standen ihnen auch alle Erträge und Einkünfte zu. Der Handelsverkehr wurde mit hohen Zöllen belegt. Besonders einfallsreich waren die Ptolemäer im Erfinden neuer Steuern. So gab es eine Abgabe von einem Sechstel für alle Weinpflanzungen und Gärten, eine Ärztesteuer, die von den Steuerpflichtigen für die staatlichen Ärzte gezahlt wurde, eine Biersteuer, die von den Bierbrauern und Bierhändlern zu entrichten war, oder eine Dammsteuer zur Bestreitung der Kosten für die Erhaltung und Reparatur der Dämme an den Nil-Kanälen.
Die für diese Arbeiten eingesetzten Dammarbeiter waren sich ihrer Bedeutung sehr bewusst. So ist ein Papyrus erhalten mit einem Schreiben der Arbeiter an ihren Vorgesetzten, in dem sie mit einem Streik drohen: „Du solltest wissen, dass wir seit zwei Monaten keine Verpflegung mehr erhalten haben, und seit einem Monat auch keine Kornzuteilung. Du wirst nun gut daran tun, sie uns zu geben, damit wir, die wir für dich arbeiten, nicht in Not geraten. Und der Kanal ist voll. Also, wenn du uns gibst – gut. Wenn nicht, werden wir davonlaufen. Denn wir haben keine Kräfte mehr. Bleibe gesund.“
Die Ptolemäer standen an der Spitze eines Landes, das nach langen Zeiten des Glanzes und des Ruhmes unter den früheren Pharaonen nun von fremden Herrscherdynastien regiert wurde. Erst kamen Libyer und Nubier, dann Assyrer und Perser und mit Alexander dem Großen die Makedonen.
Die Herrschaft der Ptolemäer war griechisch geprägt. Politik, Verwaltung und Militär waren fest in den Händen von Hellenen. Die neue Hauptstadt Alexandria, von Alexander dem Großen gegründet, war Zentrum von Politik und Verwaltung. Die Einheimischen – schätzungsweise immerhin sechs Millionen Menschen – lebten in den Dörfern entlang dem Nil, die meisten als Bauern. In dieser Eigenschaft hatten sie die Hälfte des Ertrages als Grundsteuer an den König zu entrichten.
Viele fühlten sich gegenüber den Griechen und Makedonen als Menschen zweiter Klasse. So beklagte sich ein Ägypter bei einem ptolemäischen Bürokraten darüber, dass er keinen Lohn erhalten hatte: „Sie haben mich mit Verachtung behandelt, weil ich ein Barbar bin. Ich bitte dich daher, wenn es dir gut erscheint, ihnen Order zu geben, dass ich erhalte, was mir zusteht, und dass sie mich in Zukunft voll bezahlen, damit ich nicht an Hunger sterbe, weil ich nicht weiß, wie man Griechisch spricht.“
Die Königin will Ägyptens Autonomie erhalten
Auch Kleopatra war, als späte Nachfahrin des Dynastiegründers Ptolemaios I., griechisch-makedonischer Herkunft. Dass sie bis heute neben der echten Ägypterin Nofretete als Inbegriff einer antiken Ägypterin gilt, liegt an berühmten Hollywood-Produktionen und daran, dass sie sich selbst in Kleidung, Habitus und Ritualen gern als Ägypterin inszenierte.
Bewundert wurde sie wegen ihrer polyglotten Talente. So berichtet der stets gut informierte griechische Schriftsteller Plutarch (um 46 – um 120): „Ein Genuss war es, den Klang ihrer Stimme zu hören. Sie wusste ihre Zunge wie ein vielstimmiges Instrument mit Leichtigkeit in jeder beliebigen Sprache zu bewegen, und sie bediente sich nur im Umgang mit ganz wenigen Barbaren eines Dolmetschers. Den meisten erteilte sie persönlich Auskunft, wie den Äthiopiern, den Troglodyten [ein Volk im südlichen Libyen], Hebräern, Arabern, Syrern, Medern und Parthern. Noch vieler anderer Völker Sprachen soll sie beherrscht haben, während es die Könige vor ihr nicht einmal geschafft hatten, sich in der ägyptischen Sprache zu verständigen.“
Vor dem Hintergrund des von den antiken Quellen vermittelten Bilds der gebildeten, sprachbegabten Kleopatra sorgte der eingangs erwähnte Papyrus von 33 v. Chr. bei einer neuerlichen Untersuchung im Jahr 2002 für heftige Diskussionen. Bereits 1904 war er in die Papyrussammlung des Neuen Museums nach Berlin gekommen, wo er auch heute noch zu sehen ist. Entdeckt wurde das Dokument im ägyptischen Abusir, archäologisch bedeutsam wegen der Pyramiden aus der 5. Dynastie der Pharaonen des Alten Reiches. Dort hatte das Schriftzeugnis eine überaus praktische Zweitverwendung gefunden: Nach dem Ende der Ptolemäerzeit diente es als Pappmaché für eine Mumienmaske.
Die erregte Debatte der gelehrten Welt entzündete sich an der Unterschrift: Kleopatra hatte den Inhalt des Textes mit der Formulierung „genesthoi“, „so soll es sein“ oder, bürokratischer formuliert, „genehmigt“ versehen. Es handelt sich bei diesen wenigen Buchstaben um das einzige erhaltene originale Schriftzeugnis der berühmten Kleopatra. Doch lässt gerade diese Rarität Zweifel an der Textsicherheit der Königin aufkommen. Denn „genesthoi“ ist grammatikalisch nicht korrekt, richtig müsste es „genestho“ heißen. Hängt die postume Reputation der Kleopatra deshalb an einem einzigen Buchstaben? Man kann Entwarnung geben: Zwar entspricht das angehängte Iota nicht der damaligen Norm, war aber auch nicht so ungewöhnlich, dass man es nicht auch als eine zulässige Variante durchgehen lassen könnte.
Als die Königin jene Unterschrift leistete, die strenge Philologen zeitweise in eine ernste Kleopatra-Krise stürzte, befand sie sich bereits in der finalen Phase ihrer Herrschaft. Die für ptolemäische Verhältnisse geradezu paradiesischen Privilegien für Publius Canidius Crassus hatten einen guten Grund: Der Unternehmer war ein enger Vertrauter des Römers Marcus Antonius, mit dem Kleopatra seit 34 v. Chr. offiziell verheiratet war. Bei den auf dem Papyrus erwähnten Vergünstigungen handelte es sich also um Gefälligkeiten für einen Freund des Ehemanns. Kleopatra wusste: Antonius war für sie eine Art Lebensversicherung.
So war es zuvor auch bereits bei Julius Caesar gewesen, dem ersten Römer, an dem die kluge Kleopatra ihre Doppelstrategie erprobt hatte: mit allen Mitteln die politische Unabhängigkeit Ägyptens zu wahren und zugleich der Dynastie die Herrschaft über Ägypten zu sichern, und dies mit Hilfe des jeweils mächtigsten Mannes in Rom.
Diese anfangs erfolgreiche Strategie war das Ergebnis veränderter außenpolitischer Konstellationen. Seit 200 v. Chr. hatten die Römer, bereits Vormacht des Westens, auch das Kommando im östlichen Teil des Mittelmeeres übernommen. Nach und nach kamen die hellenistischen Königreiche unter römische Herrschaft. Nur das ptolemäische Ägypten konnte seine Autonomie bewahren – jedoch nicht, weil es so stark, sondern weil es so schwach war. Intrigen, Machtkämpfe, soziale Unruhen hatten das einst so mächtige Reich trotz seiner vielen Ressourcen in dauerhafte Krisen gestürzt.
Rom sichert sich den Zugriff auf die Ressourcen Ägyptens
Ebenjene Ressourcen lockten auch die Römer an. Doch Rom war zu diesem Zeitpunkt eine Republik, in der die einzelnen Senatoren eifersüchtig darüber wachten, dass keiner aus ihrem Kreis mehr Einfluss als die anderen haben würde. So zögerte man mit der Annexion Ägyptens, weil man fürchtete, ein als Statthalter eingesetzter römischer Funktionsträger würde diese Position zum Ausbau einer auch innenpolitisch verwertbaren Machtstellung nutzen.
Für die Ptolemäer war dies eine prekäre Lage. Faktisch von Rom abhängig, genossen sie eine fragile Freiheit auf Abruf. Diese Konstellation prägte das politische Leben und Denken der Kleopatra. 69 v. Chr. wurde sie als Tochter des Königs Ptolemaios XII. geboren. Der Vater, den die Zeitgenossen „Auletes“ – den Flötenspieler – nannten, weil er Musik lieber mochte als Politik, machte keine gute Figur. Häufig wurde er vor den römischen Senat zitiert, um sich Direktiven abzuholen.
Im Land rumorte es unterdessen, und in der Hauptstadt Alexandria kam es immer wieder zu Aufständen. Als er 51 v. Chr. starb, erbten gemäß väterlicher Anordnung die 18-jährige Kleopatra und ihr jüngerer Bruder Ptolemaios XIII. gemeinsam den Königstitel. Doch mit der vom Vater erträumten geschwisterlichen Harmonie war es nicht weit her. Es kam zu erbitterten Machtkämpfen, die vor allem von der ehrgeizigen und selbstbewussten Kleopatra ausgingen. Praktisch übte sie die Herrschaft allein aus. Auf offiziellen Dokumenten tauchte nur ihr Name auf, nicht der ihres Bruders.
Weil Offenheit für externe Ratschläge nicht zu ihren primären Stärken zählte, verprellte sie einflussreiche Kreise am Hof in Alexandria. Das sollte sich rächen: Schon im folgenden Jahr wurde sie von ihnen gestürzt und buchstäblich in die Wüste geschickt. An ihrer Stelle hoben sie den Bruder Ptolemaios XIII. auf den Thron, von dem sie hofften, dass er ihnen weniger Schwierigkeiten bereiten würde. Kleopatra aber war weit davon entfernt aufzugeben. In ihren Refugien in Oberägypten und Syrien wartete sie auf eine passende Gelegenheit, wieder an die Macht zu kommen.
Diese kam im Jahr 48 v. Chr. in Gestalt des römischen Feldherrn Gaius Julius Caesar. In Rom herrschte damals Bürgerkrieg. Caesar hatte beim griechischen Pharsalos seinen Rivalen Pompeius besiegt, der daraufhin nach Ägypten geflohen war. Keine gute Entscheidung, wie sich zeigen sollte, denn bei seiner Ankunft wurde er noch im Hafen von Alexandria ermordet. Hinter der Tat standen die Berater von Kleopatras Bruder, die hofften, dadurch die Sympathien Caesars zu gewinnen.
Caesar kam nicht wegen Kleopatra, die er bis dahin überhaupt nicht kannte, sondern wegen Pompeius nach Ägypten. Nach dessen Tod hätte er gleich wieder abreisen können, blieb aber mehrere Monate lang, weil es Kleopatra gelang, den prominenten Besucher vom Tiber für ihre politischen Interessen einzuspannen. Caesar, 31 Jahre älter als Kleopatra, war dazu umso mehr bereit, als er sich im Nimbus persönlicher Unwiderstehlichkeit wähnte und deswegen zahlreiche Affären hatte.
„Am meisten aber liebte er Kleopatra“, versichert der sachkundige römische Biograph Sueton (um 70 – um 130). Die kluge Königin ließ ihn in dem Glauben, ebenfalls verliebt zu sein, und gelangte mit Caesars tatkräftiger Hilfe, zusammen mit ihrem jüngeren Bruder Ptolemaios (XIV.), wieder an die Spitze Ägyptens. Eine Kreuzfahrt auf dem Nil, die bis an die Grenze Äthiopiens führte, festigte Caesars Bindung an Kleopatra ebenso wie die Geburt eines gemeinsamen Sohnes, der offiziell den Namen Ptolemaios (XV.) führte, inoffiziell Kaisarion („der kleine Caesar“) genannt wurde. Kleopatra hatte erreicht, was sie wollte: die Herrschaft über ein unabhängiges Ägypten.
Wird die Königin allein von persönlichem Ehrgeiz getrieben?
Caesar wurde als Dictator Alleinherrscher in Rom. Zwei Jahre lang, zwischen 46 und 44 v. Chr., lebte Kleopatra in Caesars direkter Nähe in der Hauptstadt des Imperiums, von konservativen Senatorenkreisen heftig angefeindet. Auch in der modernen Kleopatra-Forschung hält sich nicht zuletzt wegen dieses Aufenthaltes fern von ihrem Land und ihrem Volk die Auffassung, die Königin habe sich nicht wirklich um Ägypten, sondern nur um ihre eigene Macht gekümmert.
Zur Begründung wird darauf verwiesen, dass außerhalb der Hauptstadt Alexandria und vor allem im entlegenen Oberägypten lokale Beamte schalten und walten konnten, wie sie wollten. So gab es in der Regierungszeit der Kleopatra einen Gaustrategen namens Kallimachos, den Priester und Volk von Theben mit Ehrungen und Dankesbezeigungen überhäuften, weil er ihnen in einer – nicht näher bezeichneten – Krisensituation geholfen habe. Hatte Kleopatra als eigentlich zuständige Krisenmanagerin versagt?
Bereits in den Zeiten der alten Pharaonen reichte der an sich lange Arm des Königs nicht in alle Provinzen seines Reiches, so dass ortsansässige Funktionsträger auch aus Prestigegründen zur Selbsthilfe griffen. Und dass Kleopatra ihrer Verantwortung durchaus nachkam, zeigte sie, als kurz nach Caesars Tod in Ägypten eine Hungersnot und eine Seuche ausbrachen. Sie leistete schnell und unbürokratisch Hilfe, indem sie die königlichen Kornspeicher öffnete und Getreide an die Bevölkerung verteilte.
Zur selben Zeit brachen in Rom erneut Bürgerkriege aus, nachdem der Dictator Caesar an den Iden des März des Jahres 44 v. Chr. Opfer eines Attentats geworden war. Kontrahenten waren diesmal Oktavian, Caesars junger Adoptivsohn, und Marcus Antonius, ein alter Weggefährte Caesars. Als die Rivalen die Aufgabenbereiche teilten und Marcus Antonius den Osten des Mittelmeerraumes erhielt, aktivierte Kleopatra ein weiteres Mal die bereits bei Caesar erfolgreich erprobte Methode, den aktuell mächtigsten Römer für ihre Ziele einzuspannen.
Bei Antonius war sie noch erfolgreicher als bei Caesar. Er ließ sich von seiner Frau scheiden, heiratete Kleopatra, bekam mit ihr drei Kinder, verlieh ihr den Titel „Königin der Könige“ und schenkte ihr aus römischem Provinzialbesitz die Inseln Kreta und Zypern.
Der Abstieg begann etwa zu jener Zeit, als sie den vieldiskutierten Papyrus unterzeichnete. Oktavian startete eine massive Propaganda-Kampagne gegen Antonius, in der er vor allem die als unrömisch gebrandmarkte Liaison mit Kleopatra aufs Korn nahm. Das Ende kam am 2. September 31 v. Chr., als die Flotte Oktavians in den griechischen Gewässern bei Aktium die Kontingente der Kleopatra und des Antonius besiegte. Am 12. August 30 v. Chr. beging Kleopatra, 39 Jahre alt, Selbstmord, wahrscheinlich stilecht ägyptisch durch den Biss einer Uräus-Schlange, der sie, wie sie hoffte, auf der Stelle zum Sonnengott Amun-Re entrücken würde.
Getrauert wurde um Kleopatra nicht – weder in Rom noch in Ägypten. Am Tiber wirkte Oktavians Kampagne nach, am Nil litt ihr postumes Renommee unter dem generell negativen Image der extrem unpopulären Ptolemäer-Dynastie. Dabei war sie fähiger gewesen als alle ihre Vorgänger. Umso tragischer, dass mit ihr die Dynastie nach 200 Jahren unterging und Ägypten Teil des Römischen Reiches wurde.
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