Um 1900 entstand die »Jugendbewegung«, deren Wurzeln in der Wandervogelbewegung, der Reformpädagogik und der Lebensreformbewegung des ausgehenden 19. Jahrhunderts liegen. All diese Strömungen verband das Unpolitische und die kollektive Suche der Jungen nach Selbstbestimmung und freier Entfaltung. Es entwickelte sich eine eigene, von der Welt der Erwachsenen nur scheinbar unabhängige Jugendkultur.
Die Ausstellung veranschaulicht die unterschiedlichen Rahmenbedingungen von Stadt- und Landjugend, Arbeiter- und studentischer Jugend. Sie spannt einen Bogen von der »Jeunesse dorée« der französischen Revolution und den Studentenverbindungen des späten 19. Jahrhunderts über die Wandervögel und die Gleichschaltung der Jugend im Nationalsozialismus bis hin zur jugendlichen Musikkultur der 1950er und 1960er Jahre und den Generationen X, Golf und Facebook. Auch die Dachauer Jugend dieser Zeit wird in den Blick genommen.
Zur Ausstellung erscheint in reich bebilderter Katalog als zweiter Band der Reihe „Die Lebensalter“.





