Die Wiener Historiker für Ur- und Frühgeschichte Andreas Lippert und Joachim Matzinger stellen in ihrem Buch zusammen, was man heute über deren Geschichte, Archäologie und Sprache weiß. Sie lassen sich zunächst vor allem als gefährliche Kontrahenten der Makedonen fassen. Nach dem Vorbild der Griechen entstanden später befestigte Städte, in denen Handwerk und Handel blühten. Durch die akribische Auswertung von Grabfunden schält sich das Bild einer wehrhaften Gesellschaft heraus, die sich vor allem durch Rohstoffvorkommen wie Erze, Gold und Silber einen gewissen Wohlstand sicherte. Daher gerieten die Illyrer erst nach zähen Kämpfen unter römische Herrschaft.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger
Andreas Lippert/Joachim Matzinger
Die Illyrer
Geschichte, Archäologie und Sprache
W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2022, 212 Seiten, € 38,–





