Der Spaziergang beginnt an einer Reklamesäule – wem wird da nicht Walter Triers Buchcover für Kästners „Emil und die Detektive“ einfallen? Und wirklich kann man Emils Verfolgungsjagd nachvollziehen, in der er versucht, Max Grundeis, den Räuber seines Geldes, zu fassen, kann ihn zum Nollendorfplatz und ins Polizeipräsidium begleiten. Die attraktive Bebilderung zeigt Fotografien der literarischen Schauplätze aus den 1930er Jahren und von heute. Das Zeitungsviertel, Kästners Wohnorte und seine Lieblingscafés werden jedoch auch vorgestellt.
Einfach gestaltet sich die Spurensuche im heutigen Berlin allerdings nicht, denn viele Orte wurden im Krieg oder danach zerstört; andere sind sowieso rein fiktional. Doch unterhaltsam und informativ ist die Spurensuche allemal.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





