Wir erfahren von diesem bewegten, teils dramatischen Leben durch van Husens Memoiren, die sein Großneffe Manfred Lütz herausgegeben hat. Statt eines persönlichen Vorworts wären jedoch historisch einordnende Überlegungen hilfreicher gewesen. Mit literarischem Geschick, zuweilen mit Witz, schildert van Husen etwa seine Kindheit und Jugend, seine Erfahrungen in Oberschlesien und beim Völkerbund, aber auch seine Zusammentreffen mit Nazi-Größen wie Heinrich Himmler oder Reinhard Heydrich. Zur moralischen Richtschnur wurde für van Husen sein Katholizismus, der ihn zum Widerständler werden ließ.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger
Manfred Lütz/Paulus van Husen
Als der Wagen nicht kam
Eine wahre Geschichte aus dem Widerstand
Herder Verlag, Freiburg/Basel/Wien 2019, 376 Seiten, € 25,–





