Die katholische Kirche in Deutschland war durch die Ereignisse zu Beginn des 19. Jahrhunderts schwer erschüttert worden: Das seit dem Westfälischen Frieden (1648) bestehende Gefüge des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation war durch die Expansionspolitik Napoleons zusammengebrochen. Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803 bereitete der weltlichen Macht katholischer Bischöfe ein Ende. Die von ihnen beherrschten Kleinstaaten wurden aufstrebenden Mittelmächten auf der deutschen Landkarte einverleibt: Die Kurfürst-Erzbistümer Köln, Mainz und Trier etwa wurden preußisch.





