Gute Nachricht, Álbar Fáñez, denn man hat uns des Landes verwiesen.“ Mit diesen sarkastischen Worten soll El Cid (vom arabischen al-Sayyid, der Herr) seinen ritterlichen Freund getröstet haben. Auch die Einwohner von Burgos sollen wegen seiner Verbannung durch König Alfons VI. (1065–1109) betrübt gewesen sein: „Gott, welch guter Vasall, wenn er einen guten Herrn hätte.“
So schildert es jedenfalls der Autor des „Cantar de Mio Cid“, des „Lieds von meinem Cid“. Mit großem Geschick vermischte der namentlich nicht bekannte Verfasser des wohl um 1200 entstandenen Epos Fakt und Fiktion – und schuf so den legendären Helden. El Cids Schwert „Tizona“, das er angeblich von einem muslimischen Hauptmann erbeutete, ist heute im Stadtmuseum von Burgos zu sehen.





