Die Ausstellung beleuchtet die Rolle einzelner Kolonialbeamter in der Geschichte Deutsch-Südwestafrikas, dem heutigen Namibia. Ein weiterer Fokus der Schau liegt darauf, wie die Freiburger Bevölkerung in ihrem Alltagsleben Anteil am Kolonialismus hatte. Dazu gehörte nicht nur der Genuss von Kaffee, Tee und Südfrüchten, sondern auch der Besuch von sogenannten Völkerschauen in der Stadt. Wie die Wissenschaft Einfluss auf die Verbreitung des kolonialen Gedankenguts nahm, zeigt die Ausstellung am Beispiel des heutigen Museums Natur und Mensch: 1895 als Museum für Natur- und Völkerkunde gegründet, erhielt es einen Großteil seiner Objekte aus den deutschen Kolonien – teils unter Anwendung von Gewalt. Die Schau schlägt zudem einen Bogen in unsere Gegenwart, indem sie darauf aufmerksam macht, wie die Ideologie des deutschen Kolonialismus bis heute nachwirkt.





