Vor 250 Jahren wurde das kaiserliche Jagdgebiet Prater von dem Reformkaiser Joseph II. für die Bevölkerung geöffnet. Das Areal wurde für Ballonflugexperimente und Feuerwerke genutzt. Schon bald schossen Imbissbuden, Gasthäuser und Cafés für die Erholungsuchenden wie Pilze aus dem Boden. Es folgten die Kasperletheater, die für den „Wurstelprater” („Hanswurst) namensgebend wurden. 1801 eröffnete das Panorama, das die Wiener in andere Horizonte versetzte, und im „Circus Gymnasticus” konnte man Kunstreiter bestaunen. Die zur Weltausstellung 1873 errichtete Rotunde, in der Sporteignisse und Messen stattfanden, sowie das Riesenrad wurden zu Wiener Wahrzeichen. Seit 1895 entzückte der Vergnügungspark „Venedig in Wien” bis zu 20.000 Besucher pro Tag. Im Zweiten Weltkrieg aber wurde der Prater fast vollständig zerstört, die große Zeit war für immer vorbei.