Aspekte des Klosterlebens wie Gründung, Liturgie, Gottesdienst, Kirchenmusik und Wissenschaft werden aufgegriffen. Besonderen Einfluss auf das Zusammenleben im Kloster wird dabei den Namensgeber der Ausstellung zugesprochen: Benedikt von Nursia, der um 480 nach Christus in Nursia im heutigen Italien geboren wurde, lebte als frommer Einsiedler, bis er gebeten wurde, dem Kloster Vicovaro vorzustehen. Seine Versuche, das Klosterleben neu zu ordnen, stießen jedoch in der Mönchsgemeinschaft auf Widerstand. 529 zog er deshalb mit einigen treuen Anhängern nach Montecassino, um dort das erste Benediktinerkloster zu gründen. Der Name des benediktinischen Mönchtums geht auf ihn zurück, ebenso die Regeln, nach denen der Benediktinerorden bis heute lebt – die „Regula Benedicti“. Das Regelwerk beschreibt die monastischen Tugenden wie Gehorsam, Demut und Schweigen, gibt Anordnungen für den Gottesdienst, bestimmt die Rangordnung und klärt Verstöße gegen die einzelnen Regeln.
Die 130 kostbaren Exponate, darunter verschiedene Leihgaben aus dem österreichischen Benediktinerkloster St. Paul oder dem Mutterorden des Benediktinerordens in Montecassino, zeigen, welche Bedeutung das benediktinische Erbe für die abendländische Kultur hat. Anhand eines Klosterplans erfahren Besucherinnen und Besucher vom Aufbau eines idealen Klosters. Die Rekonstruktion eines Skriptoriums zeigt, wo und wie damals Handschriften entstanden sind. Ein Höhepunkt der Ausstellung ist das fast 90 Zentimeter hohe mit Gemmen, Edelsteinen und Perlen verzierte “Adelheid-Kreuz”. Des Weiteren zeugen herausragende Schriften, aufwendig gearbeiteten Textilien und beeindruckende Gold- und Silberschmiedearbeiten von Einfluss und Wichtigkeit der traditionellen Kulturmacht Kloster.





