Das Pfarrhaus sollte nach der Lehre Luthers Hort einer familiären Lebensführung nach christlichen Idealen sein, in dem beide Geschlechter ihre Aufgaben zu erfüllen hatten. Glaube und Bildung sollten zusammenwirken. Wie verhält sich dieses Ideal zur Wirklichkeit? Über den tatsächlichen Bildungshorizont kann etwa die ausgestellte typische Pfarrhausbibliothek Auskunft geben. Mit Gemälden aus fünf Jahrhunderten, Alltagsgegenständen, persönlichen Erinnerungsstücken oder dem Talar der ersten Pfarrerin geht die Schau auch dem Wandel im Pfarrhaus nach und zeigt dessen Rolle in Nationalsozialismus, DDR-Zeit und während der westdeutschen Friedensbewegung der 1980er Jahre. Mit Fragen an die Gegenwart befasst sich eine MonitorInstallation: Kann das evangelische Pfarrhaus heute noch Vorbild sein?





