Mit dem „Kunstführer durch die Schweiz“ in vier Bänden hat die Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte eine vollständig aktualisierte und überarbeitete Neuausgabe des Standardwerks vorgelegt. Neben detaillierten Informationen zu den Baudenkmälern von der Antike bis ins 20. Jahrhundert finden sich zahlreiche Schwarz-Weiß-Abbildungen, Stadtpläne und topographische Karten. Jeder der handlichen Bände ist zudem mit einer CD-ROM mit PDF-Dateien versehen. Die übersichtliche Aufteilung und ein umfangreiches Register garantieren ein schnelles Auffinden der gesuchten Informationen. Über 20 Fachautoren haben die Texte des GSK-Klassikers nach Kriterien der heutigen Kunstwissenschaft und den neuesten Erkenntnisse der Denkmalpflege sorgfältig überarbeitet und ergänzt. Herausgekommen ist ein kompaktes Handbuch, das Informationen selbst zu wenig bekannten Baudenkmälern aufwartet. Dabei ist eine Fülle an Informationen in die kurzen Texte geflossen, die so zwar mitunter etwas sperrig zu lesen sein mögen, doch sollte sich der Käufer eben vorab darüber im Klaren sein, dass er sich keinen reich bebilderten, flott geschriebenen Reiseführer kauft, sondern ein im besten Sinne enzyklopädisches Handbuch. Sehr hilfreich sind auch die einführenden Texte, die über die Geschichte der einzelnen Kantone informieren.
Von den vier Bänden ist bislang der Band 1 mit den Kantonen Aaargau, Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden, Luzern, St. Gallen, Schaffhausen, Thurgau, Zürich und Zug erschienen. Band 2 (mit Glarus, Graubünden, Nidwalden, Obwalden, Schwyz, Tessin und Uri) wird ebenfalls noch 2005 erscheinen. Die weiteren beiden Bände folgen dann 2006 und 2007. Hat man erst alle Bände in seinem Bücherschrank stehen, dürften Fragen zur Geschichte der Schweizer Baudenkmäler kaum noch offen bleiben.
Rezension: Redaktion




