Als die junge Modeschöpferin Sonja De Lennart kurz nach Kriegsende 1945 ihre „Capri-Kollektion” schneiderte, trug sie die gewagte Hose vorsichtshalber zunächst nur während eines Capri-Urlaubs am Strand. Es dauerte jedoch nicht lange, bis die innovativen Kollektionen Sonja De Lennarts aus ihrem Münchner Salon „Maison Haase” zum Stadtgespräch wurden. An Beinen von Schauspielerinnen wie Ingrid Bergmann und Audrey Hepburn fand die Caprihose den Weg auf Kinoleinwände und in Modezeitschriften und von dort aus in immer mehr Kleiderschränke.
Eng geschnitten und an der Wade geschlitzt, avancierte das dreiviertellange Kleidungsstück zur koketten Ferien- und Freizeitbekleidung für die moderne Frau, die Ende der 1940er Jahre immer häufiger berufstätig war. Das sommerliche Beinkleid symbolisierte die Sehnsucht nach Sonne, Süden und Sorglosigkeit. Wie viele andere Capri-Produkte wurde auch die Caprihose zum Inbegriff des damals begehrten Reiseziels Italien. Ab den 1960er Jahren setzte sich die Caprihose schließlich als weltweites Modephänomen durch. Seitdem taucht sie immer wieder in den Kollektionen von Modeschöpfern auf.





