Lange Zeit stießen Lesende auf eine der faszinierendsten Wissenschaftlerinnen des 18. Jahrhunderts, Émilie du Châtelet, mehr oder weniger nur indirekt: über die Lektüre einer Voltaire-Biographie. Denn seit 1733 waren Voltaire und Émilie du Châtelet nicht nur ein Liebespaar, sondern sie verband auch eine intensive Arbeits- und Geistesbeziehung. In den Voltaire-Biographien nimmt sie daher auch einen großen Raum ein.
Aber sie war nicht nur die Lebensgefährtin Voltaires. Sie war Autorin wissenschaftlicher Werke zu einer Zeit, in der es für Frauen nicht üblich war, wissenschaftlich zu arbeiten. Sie diskutierte mit Wissenschaftlern, Mathematikern und Philosophen auf Augenhöhe, empfing diese im Château de Cirey und stand im Austausch mit den Geistesgrößen ihrer Zeit.





