Es wird deutlich, wie stark die Arbeit alle Menschen der unteren Gesellschaftsschichten erfasste. So mussten Kinder schon im frühesten Alter auf dem Hof helfen und wurden schmerzlich vermisst, wenn die Obrigkeit sie für sich z.B. als Soldaten beanspruchte, wie Renate Blickle in ihrem Aufsatz über die verschiedenen Formen der Zwangsarbeit zeigt.
Das harte Leben der Menschen hatte aber auch positive Seiten. Manchmal feierten die Bauern Feste nach der Arbeit oder machten Scherze, wie Jan Peters in seiner Untersuchung über die „Arbeit im prignitzschen Gutsdorf“ deutlich macht.
Innerhalb der einzelnen Gesellungen bestanden enge Kontakte. Das veranschaulicht Silke Lesemann an Hand der Verbindungen von Adeligen in der Altmark. Durch ein enges soziales Netzwerk entstand ein „virtuelles Dorf“. Die Aristokratie nutzte ihre Kontakte zu Freunden und Verwandten auch und vor allem zu wirtschaftlichen Zwecken.
Es entsteht ein interessantes Bild von der Arbeit und dem Miteinander der Landbewohner in der frühen Neuzeit, das auch für den Nicht-Fachmann insgesamt verständlich bleibt.
Rezension: Lange, Timo





