Aus dem Siebenjährigen Krieg hätte auch ein vier- oder fünfjähriger Krieg werden können. Bereits nach wenigen Kriegsjahren artikulierte sich allerorten der Wunsch nach Frieden. Greifbar nah schien ein Friedensschluss im Sommer 1761, als in Augsburg ein gesamteuropäischer Friedenskongress den Krieg beenden sollte. Unter den erwarteten Teilnehmern waren so unterschiedliche Charaktere wie der Göttinger Starjurist Gottfried Achenwall oder der venezianische Abenteurer Giacomo Casanova, der Portugal vertreten sollte. Doch daraus wurde nichts. Der Kongress fand nicht statt. Zu zögerlich waren verschiedene Kriegsparteien, die angesichts jüngster militärischer Erfolge lieber auf eine sich noch verbessernde Verhandlungsposition spekulierten.
Erst Mitte des Jahres 1762 verdichteten sich die Zeichen für einen endgültigen Frieden. Am5. Mai schlossen Preußen und Russland in St. Petersburg einen Friedensvertrag. Nur wenige Wochen später folgte am 22. Mai in Hamburg ein Friedensvertrag Preußens mit Schweden. In Fontainebleau verhandelten Briten und Franzosen vom 14. September bis zur Unterzeichnung am 3. November 1762 einen Präliminarfrieden. Damit war der Weg für definitive Friedensverträge geebnet.





