Roms größter Gegner stammte aus Nordafrika. Lange Zeit war die Stadt Karthago, im heutigen Tunesien gelegen, Konkurrentin der aufstrebenden Metropole am Tiber. In den drei Punischen Kriegen – so bezeichnet, weil die Römer die Karthager wegen ihrer phönizischen Herkunft „Punier“ nannten – setzte sich Rom als Vormacht im westlichen Mittelmeerraum durch.
Karthago selbst wurde 146 v. Chr., am Ende des dritten Punischen Krieges, von den Römern komplett zerstört. Wie die Überlieferung wissen will, vergoss der verantwortliche römische Feldherr Scipio Aemilianus, später in Anerkennung seiner Leistungen von den stolzen Mitbürgern Africanus genannt, einige von den Begleitern geflissentlich notierte Tränen – weil er sich, wie es hieß, bewusst wurde, dass auch Rom nicht ewig Bestand haben würde.





