Riefenstahl begann ihre Karriere als Tänzerin. Als Darstellerin in einigen populären Bergfilmen gelang ihr der Aufstieg in die erste Riege der deutschen Filmstars. Doch schon früh interessierte sie sich auch für die Arbeit hinter der Kamera. 1931/32 kam sie erstmalig mit ihrem späteren Förderer und Bewunderer Adolf Hitler in Kontakt. In drei Filmen verherrlichte sie die Reichsparteitage der NSDAP. 1936 erhielt Riefenstahl von Hitler persönlich den Auftrag, die olympischen Sommerspiele in Berlin zu dokumentieren. Die beiden Olympia-Filme erfuhren weltweit große Anerkennung.
Trotz ihrer Kategorisierung als Mitläuferin gelang es Leni Riefenstahl nach 1945 nicht, in der Filmindustrie wieder Fuß zu fassen. Daher wandte sie sich verstärkt der Fotografie zu. Mit ihren drei Bildbänden über das afrikanische Volk der Nuba gewann sie internationale Beachtung. Seit den 1970er Jahren wandte sie sich der Unterwasserfotographie zu. Am 8. September 2003 starb Leni Riefenstahl im Alter von 101 Jahren in Pöcking am Starnberger See.
Bei der Ausstellung handelt es sich um eine von den Mannheimer Kuratoren Ina Brockmann und Peter Reichelt zusammengestellte kritische Werkschau, die alle Facetten von Riefenstahls Leben und Werk abdeckt.





