764 wurde das karolingische Benediktinerkloster Lorsch in Südhessen von Gaugraf Cancor und seiner Mutter Williswinda gegründet, 1991 ernannte man es zur UNESCO-Welterbestätte. Lorsch, zunächst adliges Eigenkloster, ging als Schenkung in den Besitz Karls des Großen über und erlebte einen schwunghaften ökonomischen Aufstieg. Eine Sonderausstellung zum UNESCO-Jubiläum, erstellt in Kooperation mit dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt, ist im Museumszentrum Lorsch vom 28. Mai 2011 bis zum 29. Januar 2012 zu sehen. Kunst und Architektur, Leben und Arbeiten im Kloster werden beleuchtet. Die Schau zeigt exquisite Bauplastik, Glasmalereien und Goldschmiedearbeiten. Sie zeigen den einstigen Reichtum des Klosters und die Leistungsfähigkeit spezialisierter Werkstätten. Zudem werden die neuesten archäologischen Funde und Erkenntnisse präsentiert. Trotz aller Forschung: Rätsel bleiben. Ungeklärt ist, welche Funktion die prunkvolle und in ihrer Art einzigartige karolingische Torhalle hatte. Besichtigen kann man auch den zum Kloster gehörigen Kräutergarten, der mit Bezug zum „Lorscher Arzneibuch“ angelegt wurde.
http://www.hlmd.de http://www.kloster-lorsch.de





