Aus übriggebliebenen Knöchelchen die Menschheitsgeschichte zu rekonstruieren, das ist das Geschäft der Paläontologen. Wer etwas über die fast detektivische Arbeitsweise dieser Wissenschaftler und ihre spannenden Ergebnisse erfahren möchte, dem sei das humorvolle und anschauliche Buch von Yves Coppens empfohlen. “Lucys Knie” spielt auf einen sensationellen Fund an, der den Forschern 1974 in Äthiopien gelang. Sie stießen auf das fast vollständige Skelett – und eben auch auf das Knie – eines weiblichen Hominiden, der vor 3,18 Millionen Jahren gelebt hatte und 19 Jahre alt geworden war. Das Knie wurde zum wichtigen Beleg für die allmähliche Entwicklung des aufrechten Gangs beim Menschen. Bevor Coppens die Auswertung dieses Fundes näher beleuchtet, bietet er eine knappe Darstellung zur Entwicklung des Menschen und zur Geschichte der Paläontologie.