Als Rückzugsort für den Sommer für sich und seine Mätresse ließ König Friedrich Wilhelm II. von Preußen (reg. 1786–1797) gegen Ende des 18. Jahrhunderts ein Lustschloss auf der Pfaueninsel in der Havel erbauen. Auch sein Sohn und Nachfolger Friedrich Wilhelm III. (reg. 1797–1840) nutzte den Sommersitz zur Erholung vom hektischen Leben in der Stadt. Er war es auch, der den bekannten Gartenbaukünstler Peter Joseph Lenné damit beauftragte, einen weitläufigen Landschaftsgarten auf der Insel zu gestalten. Heute ist dieser kein Rückzugsort der Hohenzollern mehr, dafür aber ein beliebtes Ausflugsziel. Seit dem 25. Mai ist auch das Schloss nach mehrjährigen Sanierungsarbeiten wieder zu besichtigen. Aus diesem Anlass lädt die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) im Rahmen eines Themenjahres zu zahlreichen Veranstaltungen ein. Bei Vorträgen und Expertenführungen durch das Schloss und über die Insel soll Besuchern die Geschichte der Insel und ihrer einstigen Bewohner, aber auch ihre Flora und Fauna nähergebracht werden – ist die Insel doch nicht nur ein historischer Ort, sondern auch ein Naturdenkmal. So steht neben der Arbeit der Historiker auch die der Gärtner im Mittelpunkt der Vorträge, Workshops und Thementage. Begleitet wird das bunte Programm zudem durch einen Podcast.





